Unterstützung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt

Das Projekt „Support“ des RAA Sachsen e.V. unterstützt Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt, deren Angehörige und Zeug*innen. Wir unterstützen dabei Angriffsfolgen zu bewältigen und die eigenen Rechte wahrzunehmen. Wir geben Orientierungshilfen und entwickeln gemeinsam individuelle Lösungen. Unsere Arbeit hilft Betroffenen, das eigene Sicherheitsgefühl zu erhöhen, Selbstwirksamkeit zu erleben, die Kontrolle über das eigene Leben zurück zu erlangen und Solidarisierungsprozesse zu fördern. Wir informieren über die Situation Betroffener, machen auf deren Perspektive in Gesellschaft und Politik aufmerksam und berichten über Ausmaß, Folgen und Wirkungsweisen rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt. "Support" arbeitet parteilich, aufsuchend, kostenlos und vertraulich. Wir betreiben Beratungsstellen in Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie eine Onlineberatung.

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Pressemeldung 2. Oktober 2019

Absage für Gedenkveranstaltung in Hohenstein Ernstthal ist ein Skandal

Am 03.10.2019 wird in Hohenstein-Ernstthal dem vor 20 Jahren durch Neonazis zu Tode

geschlagenen Patrick Thürmer gedacht. Patrick Thürmer ist ein offiziell anerkanntes

Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen. Der geplante Gedenkzug wird auch an der Mahntafel

für Patrick Thürmer haltmachen und dort einen Kranz zum Gedenken ablegen. Im Anschluss

ist eine Lesung der Journalistin Heike Kleffner geplant, die in dem Buch "Unter Sachsen" die

Tat sowie die Umstände recherchiert hat.

Nunmehr haben die Verantwortlichen für den angefragten öffentlichen Raum ihre

Bereitschaft zurückgezogen, diesen für die Gedenkveranstaltung sowie die Lesung zur

Verfügung zu stellen.

"Die Absage für eine Gedenkveranstaltung für ein offiziell anerkanntes Todesopfer rechter

Gewalt ist für uns, die Angehörigen und Freunde nicht nachvollziehbar. Es zeugt aus unserer

Sicht von einem unwürdigen Umgang mit den Betroffenen von Rechtsextremismus." sagt

André Löscher von der Beratungsstelle Support für Betroffene rechter Gewalt des RAA

Sachsen e.V.

Dabei ist die Stadt Hohenstein Ernstthal kein Schwerpunkt rechter Gewalt in Sachsen. Im

vergangenem Jahr wurde der Opferberatung kein Fall rechter Gewalt gemeldet. Vor fünf

Jahren konnte mit großer Unterstützung der Stadt eine Mahntafel zum Gedenken an Patrick

Thürmer installiert werden.

"Sich mit Betroffenen rechter Gewalt zu solidarisieren und das Gedenken an die Todesopfer

hoch zu halten ist keine Frage von politischer Ausrichtung, sondern eine Verpflichtung, die

sich aus der Geschichte dieses Landes und den allgemeinen Menschenrechten ableitet." so

Löscher weiter.

Wir laden daher ein, am Mahngang für Patrick Thürmer am 3. Oktober in Hohenstein-

Ernstthal teilzunehmen.

Treffpunkt und Zeit: 11:00 Uhr am Bahnhof Hohenstein Ernstthal

Weitere Informationen und das Tagesprogramm finden Sie hier:

https://www.facebook.com/events/371574300452936/

Meldung 12. Juli 2019

Tödliche Ignoranz

Zehn Jahre nach dem Mord an Marwa el-Sherbini in Dresden wird das Ausmaß rassistischer Gewalt immer noch verkannt. Das ist eine Gefahr für uns alle.

Perspektivenbeitrag in der Sächsischen Zeitung vom 1. Juli 2019

Meldung 1. Juli 2019

Redebeitrag Marwa El-Sherbini 2019

Hier dokumentieren wir die Rede der Opferberatung Support des RAA Sachsen anlässlich des 10. Jahrestages des Mordes an Marwa El-Sherbin 2009 in Dresden. Die Rede wurde von Robert Kusche im Rahmen des stillen Gedenkesn im Landgericht Dresden für den zivilgesellschaftlichen Vorbereitungskreis des Marwa El-Sherbini-Gedenkens gehalten.

1. bis 5. Juli 2019 mit Austellungen, Gedenken, Friedensgebet, Mahngang, Buchlesung und Podien.
Marwa El-Sherbini (1977-2009), eine Sportlerin und studierte Pharmakologin, lebte hier in Dresden mit ihrer Familie. Während einer Strafverhandlung wurde sie am Landgericht Dresden aus islamfeindlichen und rassistischen Motiven erstochen. Wir gedenken 10 Jahre danach Marwa El-Sherbini, ihrer Familie und weiteren Opfern rassistischer Gewalt.

Meldung 13. Juni 2019

Bündnis gegen Rassismus: Forderungen zur Landtagswahl 2019

Die Landtagswahl 2019 könnte zu einer Richtungsentscheidung für die Zukunft Sachsens werden – deshalb wollen zivilgesellschaftliche Initiativen, Vertreter*innen von Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Verbänden, Kunst, Kultur und Wissenschaft sowie Migrant*innenorganisationen in Sachsen im Vorfeld gemeinsam und hörbar ihre Werte in die öffentliche Debatte einbringen.

Meldung 5. Juni 2019

Zum Mord an Christopher W. in Aue

Am 17. April 2018 wurde Christopher W. in Aue brutal getötet. Drei Männer stehen seit Ende letzten Jahres vor dem Chemnitzer Landgericht. Am 7. Juni soll das Urteil fallen.

Stellungnahme der Opferberatung Support des RAA Sachsen e.V. und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen

Bildungsangebot 3. April 2019

Ringvorlesung & Praxiswerkstätten

Im Rahmen der Ringvorlesung "Inklusive Schule in der Migrationsgesell­schaft - Handelnde Teilhabe für alle, aber wie?" im Sommersemester 2019 an der TU Dresden sind Wissenschaftler*innen eingeladen zur Frage zu referieren, was es bedeutet, die Schule in der Migrationsgesellschaft als einen inklusiven Ort zu verstehen. Ergänzent werden die Beiträge von lokalen Praxisakteur*innen. Wir sprechen am 22. und 23. Mai zum Thema "Rassismus im System Schule" sowie zu "Demokratiebildung im System Schule"

Meldung 2. April 2019

Erinnerungsgang zum Todestag von Jorge Gomondai

Samstag, 6. April 2019 15:45 am ALAUNPLATZ
Am 6. April jährt sich der Todestag von Jorge Gomondai zum 28. Mal. Aus diesem Anlass finden in diesem Jahr mehrere Aktivitäten rund um das Gedenken an den mosambikanischen Vertragsarbeiter statt, der 1991 an den Folgen eines rassistischen Überfalls in Dresden starb. Diese beginnen mit einem ERINNERUNGSGANG DURCH DIE DRESDNER NEUSTADT,* an denen Orte aufgesucht werden, die bereits Tage vor der Tat Schauplätze rechter Gewalt waren.

Pressemeldung 7. März 2019

Pressemitteilung zur Statistik 2018

Erneut 317 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe in Sachsen mit mindestens 481 Betroffenen – Anstieg der Angriffe von 229 um 38% - ein Mensch wurde getötet. Hier Dokumentieren wir unsere Jahresstatistik 2018

Meldung 15. Januar 2019

Warum wir den Aufruf „Polizeigesetz stoppen“ unterstützen

Der RAA Sachsen e.V. schließt sich der Kritik am durch die Landesregierung eingebrachten Gesetzesentwurf für ein neues Polizeivollzugsdienstgesetz und Polizeibehördengesetz an und unterzeichnet den Aufruf des Bündnisses „Polizeigesetz stoppen!“

Weil der Schutz der Berufsgeheimnisträger eingeschränkt wird
Weil Racial Profiling begünstigt wird
Weil die Rechtssicherheit verletzt wird

Bildungsangebot 1. Januar 2019

Workshopangebot

Was sind rechte Motive? Woran erkenne ich, dass es sich bei einem Angriff um eine rechtsmotivierte Tat handelt? Wer ist betroffen von rechtsmotivierter Gewalt? Wie kann ich mich in einer solchen Situation verhalten, welche Rechte und Pflichten haben Betroffene und Zeug_innen? Wie verhalte ich mich, wenn mir Betroffene von einem Angriff berichten und wie kann ich selbst unterstützen?

Bildungsangebot 1. Januar 2019

Ausstellung „Rechte Gewalt in Sachsen“

Was ist rechte Gewalt? Wie häufig sind Menschen davon betroffen? Wie wirkt sich rechte Gewalt auf die Betroffenen aus und welchen Einfluss hat sie auf die Gesellschaft? Was führt zu rechter Gewalt und wer genau ist davon betroffen? Was kann jede_r Einzelne tun?