Unterstützung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt

Das Projekt „Support“ des RAA Sachsen e.V. unterstützt Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt, deren Angehörige und Zeug*innen. Wir unterstützen dabei Angriffsfolgen zu bewältigen und die eigenen Rechte wahrzunehmen. Wir geben Orientierungshilfen und entwickeln gemeinsam individuelle Lösungen. Unsere Arbeit hilft Betroffenen, das eigene Sicherheitsgefühl zu erhöhen, Selbstwirksamkeit zu erleben, die Kontrolle über das eigene Leben zurück zu erlangen und Solidarisierungsprozesse zu fördern. Wir informieren über die Situation Betroffener, machen auf deren Perspektive in Gesellschaft und Politik aufmerksam und berichten über Ausmaß, Folgen und Wirkungsweisen rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt. "Support" arbeitet parteilich, aufsuchend, kostenlos und vertraulich. Wir betreiben Beratungsstellen in Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie eine Onlineberatung.

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Publikation 21. April 2021

Ratgeber: Bedroht zu werden, gehört nicht zum Mandat.

Der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) und der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) haben einen Ratgeber zum Umgang mit rechten Angriffen und Bedrohungen für Kommunalpolitiker*innen und Kommunalverwaltungen veröffentlicht. Dieser richtet sich mit praktischen Handlungsmöglichkeiten an direkt Betroffene sowie deren Familie und Freund*innen, an Vorgesetzte und Verantwortungsträger*innen in Kommunen und demokratischen Parteien.

Meldung 24. März 2021

Online-Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen in Sachsen gestartet

Seit Anfang März diesen Jahres können sich Interessierte unter www.diskriminierung-sachsen.de an einer Online-Umfrage des DeZIM-Instituts über "Diskriminierungserfahrungen in Sachsen" beteiligen. Die Studie hat das Ziel, ein differenziertes Bild des Lebens der von Diskriminierung betroffenen Menschen in Sachsen zu zeichnen. Erstmals werden mit der Umfrage verschiedene Formen von Diskriminierung und ihr Zusammenwirken erfasst.

Pressemeldung 15. März 2021

Angriffsstatistik Opferberatung Support 2020

208 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe in Sachsen mit mindestens 304 Betroffenen – anhaltend hohes Niveau rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt – vier besonders schwere Gewalttaten – ein Mensch wurde aufgrund seiner sexuellen Orientierung getötet.

Meldung 3. März 2021

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor sogenannten Feindeslisten

Seit langem fordern engagierte Demokrat:innen, Initiativen und die im Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. zusammengeschlossenen unabhängigen Opferberatungsstellen sowie die im Bundesverband Mobile Beratung e.V. zusammengeschlossenen Mobilen Beratungsteams, dass die Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden die Bedrohungen durch neonazistische und extrem rechte „Feindes“- bzw. „Todeslisten“ wesentlich ernster nehmen müssen.

Meldung 23. Februar 2021

Leipziger Zustände 2021 erschienen

Die neue Ausgabe der Broschüre „Leipziger Zustände“ des Projekts chronic.LE ist erschienen. U.a. mit einem Artikel unserer Kollegin aus Leipzig zum Thema Rassismus bei der sächsischen Polizei und deren Folgen für Betroffene.

Pressemeldung 23. Februar 2021

PM: Zur rassistischen Polizeigewalt gegen eine Familie aus Chemnitz am 30. Januar 2021

Erneut schildert eine Familie aus Chemnitz einen Polizeieinsatz, bei dem es zu unverhältnismäßiger Gewaltanwendung und rassistischen Äußerungen gekommen sein soll. MDR Sachsen berichtete. Bereits im April 2020 eskalierte ein ähnlicher Einsatz der Chemnitzer Polizei. Ein Ermittlungsverfahren gegen die Polizeibeamten wird verfolgt, die Aufklärung jedoch läuft schleppend. 

Meldung 16. Februar 2021

Ein Jahr Hanau. Erinnern heißt verändern!

Wir trauern und erinnern uns. An Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

Gedenkkundgebungen anlässlich des ersten Jahrestages des rassistischen Terroranschlags in Hanau am 19.02.2021

Dresden | 17:00 Uhr | Jorge-Gomondai-Platz
Chemnitz | 16:00 | Neumarkt
Leipzig | 18:00 Uhr | Rabet/Graffiti Wand im Osten | Wolfgang-Heinze-Str./Mathildenstraße in Connewitz | Karl-Heine-Park im Westen

Pressemeldung 8. Dezember 2020

Warnung vor „Querdenken“-Mobilisierung in Dresden!

Für den 12. Dezember 2020 mobilisiert die Bewegung „Querdenken“ zu einer bundesweiten Demonstration nach Dresden.

Das Kulturbüro Sachsen e.V. und der RAA Sachsen e.V. blicken mit Sorge auf die Mobilisierung.