Unterstützung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt

Das Projekt „Support“ des RAA Sachsen e.V. unterstützt Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt, deren Angehörige und Zeug*innen. Wir unterstützen dabei Angriffsfolgen zu bewältigen und die eigenen Rechte wahrzunehmen. Wir geben Orientierungshilfen und entwickeln gemeinsam individuelle Lösungen. Unsere Arbeit hilft Betroffenen, das eigene Sicherheitsgefühl zu erhöhen, Selbstwirksamkeit zu erleben, die Kontrolle über das eigene Leben zurück zu erlangen und Solidarisierungsprozesse zu fördern. Wir informieren über die Situation Betroffener, machen auf deren Perspektive in Gesellschaft und Politik aufmerksam und berichten über Ausmaß, Folgen und Wirkungsweisen rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt. "Support" arbeitet parteilich, aufsuchend, kostenlos und vertraulich. Wir betreiben Beratungsstellen in Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie eine Onlineberatung.

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Meldung 23. September 2021

30 Jahre Herbst 1991 - Bericht zum Critical Walk in Hoyerswerda

Am 18. September 2021 haben wir anlässlich des 30ten Jahrestages der rassistischen Ausschreitungen gegen ehemalige Vertragsarbeiter und Asylsuchende im Herbst 1991 einen Critical Walk in Hoyerswerda veranstaltet. Etwa 140 Personen, darunter auch Betroffene der Angriffe, beteiligten sich an dem Stadtrundgang, um an die damaligen Geschehnisse zu erinnern.

Meldung 9. September 2021

Prozessbericht: Urteil wegen Angriffs auf das "Schalom" in Chemnitz im August 2018

Am 8. September 2021 verhandelte das Amtsgericht Chemnitz gegen Kevin A. wegen des Angriffs auf das jüdische Restaurant „Schalom“ am 27. August 2018 durch eine Gruppe Neonazis. Nachdem am 26. August 2018 Daniel H. erstochen wurde, kam es zu Aufmärschen mit tausenden Neonazis, Hooligans und Rassist*innen und zu zahlreichen Angriffen in Chemnitz. Drei Jahre später wurde nun einer der Täter zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch verurteilt.

Meldung 3. Juni 2021

Verrschleppte Strafverfolgung und ihre Folgen, Chemnitz 2018

Hier zum nachhören die Veranstaltung "Verrschleppte Strafverfolgung und ihre Folgen, Chemnitz 2018", mit Rechtsanwältin Dr. Kati Lang, André Löscher, Martin Steinhagen, Statements von Betroffenen sowie einer Analyse von NSU Watch Sachsen. Moderiert von Katharina Warda

Meldung 25. Mai 2021

Emanzipatorisch gegen Islamismus und Queerfeindlichkeit

Zusammen mit dem Gerede e.V. haben wir am 21.05.2021 die Kundgebung „Emanzipatorisch gegen Islamismus & Queerfeindlichkeit" anlässlich der Urteilsverkündung gegen den islamistischen Attentäter Abdullah A. mit einem Redebeitrag unterstützt. Für seinen am 04.10.2020 in Dresden begangenen homofeindlich & fundamentalistisch motivierten Messerangriff auf ein schwules Paar, bei dem ein Mensch starb und sein Partner schwer verletzt überlebte, wurde der Täter zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Meldung 24. März 2021

Online-Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen in Sachsen gestartet

Seit Anfang März diesen Jahres können sich Interessierte unter www.diskriminierung-sachsen.de an einer Online-Umfrage des DeZIM-Instituts über "Diskriminierungserfahrungen in Sachsen" beteiligen. Die Studie hat das Ziel, ein differenziertes Bild des Lebens der von Diskriminierung betroffenen Menschen in Sachsen zu zeichnen. Erstmals werden mit der Umfrage verschiedene Formen von Diskriminierung und ihr Zusammenwirken erfasst.

Meldung 3. März 2021

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor sogenannten Feindeslisten

Seit langem fordern engagierte Demokrat:innen, Initiativen und die im Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. zusammengeschlossenen unabhängigen Opferberatungsstellen sowie die im Bundesverband Mobile Beratung e.V. zusammengeschlossenen Mobilen Beratungsteams, dass die Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden die Bedrohungen durch neonazistische und extrem rechte „Feindes“- bzw. „Todeslisten“ wesentlich ernster nehmen müssen.

Meldung 23. Februar 2021

Leipziger Zustände 2021 erschienen

Die neue Ausgabe der Broschüre „Leipziger Zustände“ des Projekts chronic.LE ist erschienen. U.a. mit einem Artikel unserer Kollegin aus Leipzig zum Thema Rassismus bei der sächsischen Polizei und deren Folgen für Betroffene.

Meldung 16. Februar 2021

Ein Jahr Hanau. Erinnern heißt verändern!

Wir trauern und erinnern uns. An Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

Gedenkkundgebungen anlässlich des ersten Jahrestages des rassistischen Terroranschlags in Hanau am 19.02.2021

Dresden | 17:00 Uhr | Jorge-Gomondai-Platz
Chemnitz | 16:00 | Neumarkt
Leipzig | 18:00 Uhr | Rabet/Graffiti Wand im Osten | Wolfgang-Heinze-Str./Mathildenstraße in Connewitz | Karl-Heine-Park im Westen