Unterstützung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt

Das Projekt „Support“ des RAA Sachsen e.V. unterstützt Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt, deren Angehörige und Zeug*innen. Wir unterstützen dabei Angriffsfolgen zu bewältigen und die eigenen Rechte wahrzunehmen. Wir geben Orientierungshilfen und entwickeln gemeinsam individuelle Lösungen. Unsere Arbeit hilft Betroffenen, das eigene Sicherheitsgefühl zu erhöhen, Selbstwirksamkeit zu erleben, die Kontrolle über das eigene Leben zurück zu erlangen und Solidarisierungsprozesse zu fördern. Wir informieren über die Situation Betroffener, machen auf deren Perspektive in Gesellschaft und Politik aufmerksam und berichten über Ausmaß, Folgen und Wirkungsweisen rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt. "Support" arbeitet parteilich, aufsuchend, kostenlos und vertraulich. Wir betreiben Beratungsstellen in Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie eine Onlineberatung.

Sie sind Betroffene_r oder Zeug_in eines rechten Angriffs?

Beratung erhalten Vorfall melden

Beiträge filtern

Pressemeldung 15. März 2021

Angriffsstatistik Opferberatung Support 2020

208 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe in Sachsen mit mindestens 304 Betroffenen – anhaltend hohes Niveau rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt – vier besonders schwere Gewalttaten – ein Mensch wurde aufgrund seiner sexuellen Orientierung getötet.

Pressemeldung 23. Februar 2021

PM: Zur rassistischen Polizeigewalt gegen eine Familie aus Chemnitz am 30. Januar 2021

Erneut schildert eine Familie aus Chemnitz einen Polizeieinsatz, bei dem es zu unverhältnismäßiger Gewaltanwendung und rassistischen Äußerungen gekommen sein soll. MDR Sachsen berichtete. Bereits im April 2020 eskalierte ein ähnlicher Einsatz der Chemnitzer Polizei. Ein Ermittlungsverfahren gegen die Polizeibeamten wird verfolgt, die Aufklärung jedoch läuft schleppend. 

Pressemeldung 8. Dezember 2020

Warnung vor „Querdenken“-Mobilisierung in Dresden!

Für den 12. Dezember 2020 mobilisiert die Bewegung „Querdenken“ zu einer bundesweiten Demonstration nach Dresden.

Das Kulturbüro Sachsen e.V. und der RAA Sachsen e.V. blicken mit Sorge auf die Mobilisierung.

Pressemeldung 19. Oktober 2020

Büroeröffnung Görlitz

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping, die Geschäftsführerin des Kulturbüro Sachsen e.V. Grit Hanneforth und der Geschäftsführer der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA Sachsen e.V.) Robert Kusche haben heute gemeinsam die neuen Beratungsräume des „Mobilen Beratungsteams Ost“ sowie der Opferberatung „Support für Betroffene rechter Gewalt“ in Görlitz eröffnet und die neuen Beratungsteams vorgestellt.

Pressemeldung 16. Juli 2020

Marwa-El-Sherbini-Platz – ein Platz für Marwa, ein Platz für Alle!

Gemeinsame Presseerklärung des Vorbereitungskreises, Gedenken an Jorge João Gomondai und Marwa EL-Sherbini, zum interfraktionellen Antrag - Ehrung des Andenkens an Marwa El-Sherbini - durch die Fraktionen BÜNDNIS 90/ Die Grünen, die Linke und der SPD.

Pressemeldung 6. April 2020

Pressemitteilung: Start Webdokumentation www.gegenuns.de

Anlässlich des 29. Todestages von Jorge Gomondai, der am 6. April 1991 nach einem rassistisch motivierten Angriff  durch Neonazis in einer Straßenbahn in Dresden starb, starten die Opferberatung „Support“ der RAA Sachsen e.V. und der VBRG die Webdokumentation www.gegenuns.de

Pressemeldung 1. April 2020

Angriffsstatistik Opferberatung Support 2019

226 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe in Sachsen mit mindestens 276 Betroffenen – Rückgang der Angriffe um 29% - anhaltend hohes Niveau rechtsmotivierter und rassistischer Angriffe in Sachsen

Pressemeldung 21. Februar 2020

Wir trauern um die Opfer des rassistischen Attentats von Hanau: Yas tutuyoruz Em xemgîn

Gemeinsame Pressemitteilung von response, BS Anne Frank und VBRG zu Hanau.

Unsere Solidarität gilt allen, die von rassistisch, antisemitisch und rechts motiviertem Terror und Gewalt betroffen sind: den Hinterbliebenen, den Verletzten, den Überlebenden und den angegriffenen Communities.

Unsere Trauer ist gepaart mit unendlicher Sorge vor weiteren rechtsterroristischen Attentaten

Pressemeldung 2. Oktober 2019

Absage für Gedenkveranstaltung in Hohenstein Ernstthal ist ein Skandal

Am 03.10.2019 wird in Hohenstein-Ernstthal dem vor 20 Jahren durch Neonazis zu Tode geschlagenen Patrick Thürmer gedacht. Patrick Thürmer ist ein offiziell anerkanntes Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen. Der geplante Gedenkzug wird auch an der Mahntafel für Patrick Thürmer haltmachen und dort einen Kranz zum Gedenken ablegen. Im Anschluss ist eine Lesung der Journalistin Heike Kleffner geplant, die in dem Buch "Unter Sachsen" die Tat sowie die Umstände recherchiert hat.

Pressemeldung 7. März 2019

Pressemitteilung zur Statistik 2018

Erneut 317 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe in Sachsen mit mindestens 481 Betroffenen – Anstieg der Angriffe von 229 um 38% - ein Mensch wurde getötet. Hier Dokumentieren wir unsere Jahresstatistik 2018

Pressemeldung 6. September 2018

Opferberatungsstellen befürchten weitere rassistische und rechte Angriffe

„Wir brauchen jetzt endlich dauerhafte gesellschaftliche und politische Solidarität mit Opfern rassistischer, rechter und antisemitischer Gewalt. Leugnen, Verharmlosen und Kleinreden stärkt hingegen die Täter*innen.“ Die unabhängigen Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt verzeichnen derzeit ein besorgniserregendes Ausmaß politisch rechts, rassistisch und antisemitisch motivierter Gewalt. Dies gilt nicht nur für Chemnitz und Sachsen, sondern auch bundesweit.

Pressemeldung 9. Juli 2018

Kein Ende der Aufklärung im NSU-Komplex

Das Ende des Prozesses gegen Beate Zschäpe und ihre Mitangeklagten darf nicht das Ende der Aufklärung im NSU-Komplex bedeuten.

„Ich weiß trotz des Gerichtsverfahrens immer noch nicht, warum mein Bruder ausgewählt worden ist“, kritisiert der Bruder des am 15. Juni 2005 in München vom NSU ermordeten Theodoros Boulgarides anlässlich des Prozessendes am 11. Juli 2018 vor der 1. Strafkammer am OLG München gegen Beate Zschäpe und fünf Mitangeklagte.