Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 17. Oktober 2026 | Erzgebirgskreis

Schwarzenberg

Rechter Angriff und weitere Ermittlungen bei Demonstration

Am 17. Oktober fand in Schwarzenberg eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto "Ungebrochen - Gegen den rechten Normalzustand" statt, an der sich etwa 450 Menschen beteiligten. Im Kontext der Demonstration versammelten sich ebenfalls etwa 75 Neonazis zu einer Gegenkundgebung.

Im Verlauf der Veranstaltungen kam es u.a. zu einem Angriff eines Teilnehmers der rechten Kundgebung auf einen Fotografen, bei dem dieser einen Schlag gegen den Kopf erlitt. Die Polizei stellte den Angreifer daraufhin und leitete Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen den 35-Jährigen ein.

Zudem erhielt eine 45-jährige Frau eine Anzeige wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organistationen, nachdem sie den Hitlergruß gezeigt hatte. Die Polizei überprüfte außerdem mindestens zwei weitere Personen wegen mutmaßlicher Straftaten bei einer früheren Versammlung am 13. Dezember 2025. Dabei ging es um den Verdacht der Körperverletzung beziehungsweise gefährlichen Körperverletzung und einen möglichen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.

Quellen: Zeug*innenbericht, Sächssiche Zeitung (18.10.26)

Vorfall vom 13. Oktober 2026 | Stadt Dresden

Dresden Gorbitz

Kinder wurden rassistisch beleidigt

In Dresden Gorbitz wurden drei Kinder von einem 65-jährigen Mann rassistisch beleidigt. Die Kinder befanden sich auf einem Sportplatz am Wölfnitz-Ring, als der Mann sie beleidigte. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen ihn ein.

Quelle: Medieninformation Polizeidirektion Dresden, Nr. 507/26

Vorfall vom 10. Oktober 2026 | Vogtlandkreis

Reichenbach

Hakenkreuz auf Unterstand

Am Samstagmorgen wurde mit grüner Farbe ein Hakenkreuz auf einen Unterstand an der Rosa-Luxemburg-Straße gesprüht.

Quelle: Medieninformation der Polizeidirektion Zwickau Nr. 306|2026

Vorfall vom 7. Oktober 2026 | Stadt Leipzig

Leipzig - Möckern

Fensterscheibe eines CDU-Parteibüros beschädigt

Die Fensterscheibe des CDU-Parteibüros in Leipzig-Möckern wurde massiv beschädigt. In unmittelbarer Nähe wurde das mutmaßliche Wurfgeschoss gefunden. Es handelt sich um einen Stein, auf den drei Hakenkreuze geschmiert worden waren.

Quelle: LVZ, Tag24, 09.10.2026

Vorfall vom 5. Oktober 2026 | LK Zwickau

Zwickau

Anfeindungen gegen Ladengeschäft

Auf das Schaufenster des Ladengeschäfts "DIY Druckbar" wurde ein eindeutig rechter Sticker geklebt. Dieser ist als Bedrohung zu werten und enthält ein Hakenkreuz. Sticker mit dem gleichen Aufdruck wurden auch im Innenstadtbereich verklebt. Die "DIY Druckbar" wird regelmäßig Ziel von Einschüchterungsversuchen durch rechte Akteure.

Quelle: Betroffene*r

Vorfall vom 4. Oktober 2026 | Mittelsachsen

Waldheim

Rassistische Parolen

Polizeikräfte stellten in der Nacht vom 04. Oktober drei Jugendliche, nachdem diese am Obermarkt rassistische und verfassungsfeindliche Parolen gesungen und gerufen hatten. Die Verdächtigen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren erhielten eine Anzeige wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und einen Platzverweis.

Quelle: Medieninformation der Polizeidirektion Chemnitz Nr. 368|2026

Vorfall vom 3. Oktober 2026 | Stadt Leipzig

Leipzig - Plagwitz

Hitlergruß in Straßenbahn gezeigt

Nachdem ein Paar an der Haltestelle Adler in eine Straßenbahn der Linie 1 in Richtung Mockau zustieg, zeigte ein junger Mann, der ebenfalls in der Bahn mitfuhr, ihnen gegenüber mehrfach den Hitlergruß. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 3. Oktober 2026 | Mittelsachsen

Mittweida

Verfassungsfeindliche Parole gerufen

Am Mittag des 3. Oktober verständigte ein Zeuge die Polizei, weil aus einer Gruppe von neun Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren eine verfassungsfeindliche Parole gerufen worden war. Polzeikräfte konnten daraufhin einen Tatverdächtigen ermitteln, der eine Anzeige wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erhielt. Zudem wurde allen Jugendlichen ein Platzverweis ausgesprochen.

Quelle: Medieninformation der Polizeidirektion Chemnitz Nr. 368|2026

Vorfall vom 3. Oktober 2026 | Stadt Dresden

Dresden Oberwartha

Rechter Angriff

Am Samstagabend wurde eine größere Gruppe Jugendlicher am Rande des Oktoberfests in Oberwartha von einer ca. 20-köpfigen Gruppe angegriffen und teils schwer verletzt. Die Jugendlichen waren zuvor von einem Ordner am Betreten des Festes gehindert worden. Als sie sich entfernen wollten, wurden sie unmittelbar verfolgt, beleidigt und geschlagen. Auch ein 38-jähriger Mann, der zur Unterstützung kam, wurde durch eine Bierflasche am Kopf getroffen. Ein Jugendlicher musste aufgrund seiner Verletzungen stationär behandelt werden.

Quelle: Medieninformation Polizeidirektion Dresden, Nr. 491/26, Artikel Sächsische Zeitung, vom 22.10.2026

Vorfall vom 1. Oktober 2026 | Stadt Dresden

Dresden Strehlen

Rechte Parolen gerufen

In einer Straßenbahn der Linie 13 rief ein 45-jähriger Mann wiederholt rechte Parolen. Er konnte an der Haltestelle »Otto-Dix-Ring« von Polizeibeamten angetroffen werden. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.

Quelle: Medieninformation Polizeidirektion Dresden, Nr. 488/26

Vorfall vom 30. September 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Pieschen

Queerfeindliche Einschüchterung

Zwei Personen, die am späten Abend gemeinsam in einer Straßenbahn der Linie 9 in Richtung Altpieschen unterwegs waren, wurden von einem zusteigenden unbekannten Mann zunächst mehrfach queerfeindlich beleidigt.

Nachdem dieser daraufhin aufgefordert wurde, entsprechende Äußerungen zu unterlassen, rief er lautstark weitere Beleidigungen in Richtung der Betroffenen und weiterer Fahrgäste. Aufgrund seines bedrohlichen Auftretens verließen die Personen daraufhin die Bahn.

Quellen: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 30. September 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Hitlergruß am Hauptbahnhof

Ein Erwachsener wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen verurteilt. Der Verurteilte zeigte am 30. September 2026 im Hauptbahnhof in Chemnitz den Hitlergruß.

Quelle: Kleine Anfrage, Drs.-Nr.: 8/8208

Vorfall vom 29. September 2026 | Erzgebirgskreis

Aue - Bad Schlema

Antisemitische Parole

Unbekannte haben an einem Baustellenschild in der Clara-Zetkin-Straße eine antisemitische Parole sowie ein verbotenes SS-Zeichen hinterlassen.

Quellen: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 29. September 2026 | Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Pirna OT Obervogelgesang

Hakenkreuze gesprüht

Auf dem Elberadweg bei Obervogelgesang sprühten Unbekannte zwei bis zu 1,5 Metern große Hakenkreuze mit weißer Farbe auf den Weg.

Quelle: Medieninformation Polizeidirektion Dresden, Nr. 479/26

Vorfall vom 28. September 2026 | Stadt Dresden

Dresden Reick

Rassistisch beleidigt und bedroht

In Dresden Reick wurde ein 17-jähriger Jugendlicher und seine 18-jährige Begleiterin von einem 34-jährigen Mann beleidigt und bedroht. Der Mann beleidigte den Jugendlichen rassistisch und drohte ihm mit Gewalt. Auch seine Begleiterin wurde von dem Mann beleidigt. Der Tatverdächtige konnte durch Polizeibeamte gestellt werden.

Quelle: Medieninformation Polizeidirektion Dresden, Nr. 478/26