Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 5. Oktober 2026 | LK Zwickau

Zwickau

Anfeindungen gegen Ladengeschäft

Auf das Schaufenster des Ladengeschäfts "DIY Druckbar" wurde ein eindeutig rechter Sticker geklebt. Dieser ist als Bedrohung zu werten und enthält ein Hakenkreuz. Sticker mit dem gleichen Aufdruck wurden auch im Innenstadtbereich verklebt. Die "DIY Druckbar" wird regelmäßig Ziel von Einschüchterungsversuchen durch rechte Akteure.

Quelle: Betroffene*r

Vorfall vom 4. Oktober 2026 | Mittelsachsen

Waldheim

Rassistische Parolen

Polizeikräfte stellten in der Nacht vom 04. Oktober drei Jugendliche, nachdem diese am Obermarkt rassistische und verfassungsfeindliche Parolen gesungen und gerufen hatten. Die Verdächtigen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren erhielten eine Anzeige wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und einen Platzverweis.

Quelle: Medieninformation der Polizeidirektion Chemnitz Nr. 368|2026

Vorfall vom 3. Oktober 2026 | Stadt Leipzig

Leipzig - Plagwitz

Hitlergruß in Straßenbahn gezeigt

Nachdem ein Paar an der Haltestelle Adler in eine Straßenbahn der Linie 1 in Richtung Mockau zustieg, zeigte ein junger Mann, der ebenfalls in der Bahn mitfuhr, ihnen gegenüber mehrfach den Hitlergruß. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 3. Oktober 2026 | Mittelsachsen

Mittweida

Verfassungsfeindliche Parole gerufen

Am Mittag des 3. Oktober verständigte ein Zeuge die Polizei, weil aus einer Gruppe von neun Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren eine verfassungsfeindliche Parole gerufen worden war. Polzeikräfte konnten daraufhin einen Tatverdächtigen ermitteln, der eine Anzeige wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erhielt. Zudem wurde allen Jugendlichen ein Platzverweis ausgesprochen.

Quelle: Medieninformation der Polizeidirektion Chemnitz Nr. 368|2026

Vorfall vom 30. September 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Hitlergruß am Hauptbahnhof

Ein Erwachsener wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen verurteilt. Der Verurteilte zeigte am 30. September 2026 im Hauptbahnhof in Chemnitz den Hitlergruß.

Quelle: Kleine Anfrage, Drs.-Nr.: 8/8208

Vorfall vom 29. September 2026 | Erzgebirgskreis

Aue - Bad Schlema

Antisemitische Parole

Unbekannte haben an einem Baustellenschild in der Clara-Zetkin-Straße eine antisemitische Parole sowie ein verbotenes SS-Zeichen hinterlassen.

Quellen: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 26. September 2026 | LK Görlitz

Görlitz

Volksverhetzung bei Gegenkundgebung des CSD

Die Polizei fertigte eine Anzeige wegen Volksverhetzung gegen einen Teilnehmer einer Anti-CSD-Kundgebung.

Quelle: Medieninformation der PD Görlitz, Nr.413/2026

Vorfall vom 24. September 2026 | Stadt Leipzig

Leipzig - Zentrum-Nord

Rassistische Körperverletzung

An der Haltestelle Wilhelm-Liebknecht-Platz wurde eine Frau von einem Mann rassistisch beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Zeug*innen alarmierten daraufhin die Polizei.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 23. September 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Leuben

Graffiti gesprüht

Unbekannte haben in der Fritz-Schreiter-Straße ein etwa 50 Zentimeter großes Hakenkreuz sowie einzelnen Buchstaben hinterlassen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 24.09.2026

Vorfall vom 23. September 2026 | LK Meißen

Radebeul

An Stolperstein randaliert

Unbekannte haben in Radebeul versucht, einen vor Kurzem verlegten Stolperstein zu beschädigen. Darüber hinaus warfen sie dort platzierte Blumen in ein benachbartes Grundstück und hinterließen einen Zettel mit rechtem Inhalt.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 23.09.2026

Vorfall vom 23. September 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Davidstern gestohlen

Unbekannte Besucher*innen haben im Zeitraum vom 16. bis zum 23. September einen gelben "Judenstern"-Aufnäher und das Organisationsabzeichen einer SA-Uniformmütze aus dem Gedenkort "Kaßberggefängnis" entwendet. Bei dem Aufnäher handelte es sich um ein Original aus dem Nachlass des NS-Überlebenden Ernst Sander. Der "Judenstern" wurde als Aufnäher von den Nationalsozialisten verwandt, um Juden und Jüdinnen im öffentlichen Raum zu markieren. Bei dem Organisationsabzeichen handelt es sich um eine Nachbildung. Das Dezernat Staatsschutz der Chemnitzer Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung in Tateinheit mit besonders schwerem Fall des Diebstahls aufgenommen.

Quellen: Freie Presse; Polizeidirektion Chemnitz, 25.09.2026

Vorfall vom 21. September 2026 | LK Meißen

Riesa

Graffiti gesprüht

Unbekannte haben eine Wand an der Rudolf-Breitscheid-Straße mit rechten Parolen und Zeichen beschmiert. Es enstand Sachschaden von rund 250 Euro.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 22.09.2026

Vorfall vom 19. September 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Neustadt

Hakenkreuz geschmiert

Unbekannte haben ein Hakenkreuz und mehrere Schriftzüge an die Augustusbrücke geschmiert.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 20.09.2026

Vorfall vom 17. September 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Loschwitz

Hakenkreuz geschmiert

Entlang des Körnerwegs in Dresden Loschwitz wurden mit violetter Farbe mehrere Graffitis hinterlassen. Darunter befand sich auch ein Hakenkreuz. Im Zuge der Ermittlungen konnte ein 14-Jähriger ausfindig gemacht werden.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 18.09.2026

Vorfall vom 14. September 2026 | LK Görlitz

Löbau

Verfassungsfeindliche Parole gebrüllt und Geste gezeigt Ein 60-Jähriger war in einer körperlichen Auseinandersetzung verwickelt, brüllte eine verfassungsfeindliche Parole und zeigte auch noch eine verfassungsfeindliche Geste. Der Staatsschutz ermittelt.


Quelle: Medieninformation der PD Görlitz, Nr.393/2026