Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 5. Februar 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Bernsdorf

Hitlergruß gezeigt und rassistische Parole skandiert

Am Abend des 5. Februar wurde ein 24-Jähriger Mann dabei beobachtet, wie er aus einer Gruppe heraus den Hitlergruß zeigte und rassistische Parolen skandierte. Alamierte Polizeikräfte sprachen der Gruppe kurz darauf einen Platzverweis aus.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 06.02.2026

Vorfall vom 2. Februar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Friedrichstadt

Fahrradwerkstatt beschmiert

Am 2. Februar entdeckten die Betreiber*innen der Fahrradselbsthilfewerkstatt 'Zum Rostigen Ross', dass ein Fenster ihrer Räumlichkeiten mit einer "88" beschmiert wurde. Da in der Vergangenheit bereits mehrfach rechte Sticker und Parolen am Gebäude angebracht wurden, liegt der Verdacht einer gezielten Aktion nahe.

Quellen: Betroffenenbericht

Vorfall vom 31. Januar 2026 | LK Zwickau

Zwickau

Verfassungsfeindliche Symbole in den Schnee getreten

Unbekannte haben auf dem gefrorenen Schwanenteich zwei Hakenkreuze in der Größe von zehn Mal zehn Metern in den Schnee getreten. Nach Entdeckung beseitigte die Polizei die Symbole.

Quelle: Freie Presse vom 01.02.26

Vorfall vom 29. Januar 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Hutholz

Verfassungswidrige Parole gerufen

Am Abend des 29. Januar alamierten Zeug*innen die Polizei nachdem ein Mann in einer Straßenbahn eine verfassungsfeindliche Parole skandierte. Er konnte kurze Zeit später gestellt werden und erhielt eine Anzeige wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 30.01.2026

Vorfall vom 20. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Neustadt

Neonaziprovokationen in der Neustadt

Wie aus verschiedenen Zeug*innenberichten sowie Foto- und Videoaufnahmen hervorgeht, zogen am Abend des 20. Januar etwa zehn junge Neonazis provokativ durch die Dresdner Neustadt, wobei sie u.a. mehrere Passant*innen anpöbelten und antifaschistische Plakate zerstörten. In der Folge wurde die Gruppe von Unbekannten angegriffen, was einen Polizeieinsatz nach sich zog.

Quellen: Zeug*innenberichte

Vorfall vom 16. Januar 2026 | Mittelsachsen

Hainichen

Rechte Schmierereien

Unbekannte haben zwischen dem 15. und 16. Januar die Innenraum eines öffentlichen Toilettenhäuschens am Gellertplatz in Hainichen mit Hakenkreuzen und Schriftzügen beschmiert. In der Folge wurden Ermittlungen wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung eingeleitet.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 17.01.2026

Vorfall vom 16. Januar 2026 | LK Zwickau

Wilkau-Haßlau

Verfassungsfeindliche Lieder über Musikbox abgespielt

Zwölf Jugendliche wurden am Abend des 16. Januar dabei beobachtet, wie sie auf dem Bahnhofsvorplatz verfassungsfeindliche Lieder über eine Musikmox abgespielt haben.

Quelle: Polizeidirektion Zwickau, 17.01.2025

Vorfall vom 12. Januar 2026 | LK Bautzen

Bautzen

Hakenkreuze auf jüdischem Friedhof

Unbekannte haben mehrere Hakenkreuze sowie eine doppelte Siegrune auf Grabsteine des jüdischen Friedhofs in der Jan-Skala-Straße gesprüht.

Quelle: Artikel Sächsische Zeitung, 16.01.26

Vorfall vom 9. Januar 2026 | Erzgebirgskreis

Marienberg

Mit Hakenkreuz ins Amtsgericht gelaufen

Ein 30‑jähriger Mann musste sich wegen dem Besitz kinderpornografischer Inhalte vor dem Amtsgericht Marienberg verantworten, weil er seine 17‑jährigen Stieftochter per Handy zur Anfertigung von Nacktbildern aufgefordert haben soll.

Bei seiner Einlasskontrolle entdeckte das Sicherheitspersonal des Gerichts einen Schlüsselbund bei ihm, auf dem ein Hakenkreuz abgebildet war. Jener wurde in der Folge beschlagnahmt sowie ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen der Verwenudng von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen den Mann eingeleitet.

Quelle: Freie Presse vom 09.01.2026

Vorfall vom 7. Januar 2026 | LK Bautzen

Bautzen

verfassungsfeindliches Symbol

Auf das Fenster eines Gebäudes in der Mühltorgasse wurde ein verfassungsfeindliches Symbol geschmiert.

Quelle: Polizeidirektion Görlitz, 08.01.2026

Vorfall vom 7. Januar 2026 | Erzgebirgskreis

Ehrenfriedersdorf

Hakenkreuz in Schnee getreten

Unbekannte haben ein sechs mal sechs Meter großes Hakenkreuz in den Schnee des zugefrorenen Greifenbachstauweihers in Ehrenfriedersdorf getreten. Die Polizei entdeckte das Symbol und veranlasste die Beseitigung.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 08.01.2026

Vorfall vom 1. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gostritz

Mehrere Verletzte bei Auseinandersetzung

In der Neujahrsnacht kam es in Dresden zu einem Neonaziangriff, bei dem mehrere Jugendliche verletzt wurden.

Zunächst waren vier junge Frauen an der Haltestelle »Höckendorfer Weg« auf der Kohlenstraße in Dresden-Pestwitz mit etwa zehn Männern in Streit geraten, weil diese sich rechtsextrem geäußert hatten. Beide Gruppen stiegen anschließend in einen Bus, wobei sich die Streitigkeiten im Bus fortsetzten. Als die Frauen den Bus an der Haltestelle "Müntzteichweg" verließen, wurden sie von den Männren verfolgt, woraufhin sie in der Friebelstraße eine Gruppe von dort befindlichen Jugendlichen um Hilfe baten. Als sich diese den zehn Männern in den Weg stellten, um sie von der Verfolgung der Frauen abzuhalten, wurden sie von ihnen unvermittlet angegriffen und zum Teil erheblich verletzt.

Während des Angriffs skandierten die Täter mehrfach verbotene rechte Parolen und skandierten den Hitlergruß. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 02.01.2025

Vorfall vom 30. Dezember 2025 | LK Zwickau

Glauchau

Sticker mit NSU-Bezug

In Glauchau im Landkreis Zwickau wurden Ende Dezember neonazistische Sticker in der Öffentlichkeit verklebt, auf denen die Gebäude der "Jugendhilfestation H2" sowie des "Café Taktlos" in einem Fadenkreuz dargestellt wurden sowie ein Hakenkreuz und ein SS-Totenkopf im Stadtwappen abgebildet waren. Zudem enthielten die Aufkleber einen direken Verweis auf die rechtsextreme Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Neben dessen Logo war auch die für dessen Bekennervideos verwendete Trickfigur "Paulchen Panther" sowie der Satz "Wir kommen wieder" dargestellt. Der Staatsschutz ermittelt.

Quelle: Tag24, 12.01.2026

Vorfall vom 29. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Prohlis

Rassistische Beleidigung an Haltestelle

Am 29. Dezember wurde eine 32-jährige Frau an der Haltestelle »Jacob-Winter-Platz« auf der Prohliser Allee rassistisch beleidigt. Dabei stellte sich ein bislang unbekannter Mann der Betroffenen, die ein Kopftuch trug, drohend in den Weg und beschimpfte sie. Anschließend stieg er mit seinem Begleiter in eine Straßenbahn.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich zu melden.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 30.12.2025

Vorfall vom 27. Dezember 2025 | LK Zwickau

Zwickau

Schmierereien an Toilettenhäuschen

Unbekannte haben verfassungsfeindliche Symbole an ein Toilettenhäuschen sowie ein Schild am Zwickauer Schwanenteich hinterlassen.

Quelle: Polizeidirektion Zwickau, 27.12.2025