Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 12. Juli 2026 | LK Meißen

Radebeul - Fürstenhain

Hakenkreuz auf Elberadweg

Unbekannte haben mit einer Flüssigkeit ein etwa 1 x 1 Meter großes Hakenkreuz auf dem Elberadweg im Stadtteil Fürstenhain hinterlassen.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 12. Juli 2026 | LK Zwickau

Hohenstein-Enstthal

Vorfälle beim MotoGP

Rund um die Veranstaltungen zum MotoGP 2026 kam es zu zwei Anzeigen aufgrund der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Zwickau 12.07.2026

Vorfall vom 11. Juli 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Leipziger Vorstadt

Rassistische Schmierereien

Unbekannte haben mehrere Steinbänke am Elberadweg im Umfeld des Pieschener Hafens mit rassistischen Parolen beschmiert.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 5. Juli 2026 | Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Heidenau

Verbotene Parolen gerufen

Die Polizei ermittelt gegen einen 17-jährigen Jugendlichen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.Dieser steht in Verdacht mehrfach verbotene Parolen auf der Hauptstraße in Heidenau skandiert zu haben.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 07.07.2026

Vorfall vom 4. Juli 2026 | LK Görlitz

Sandförstgen

Hitlergrüße und Parolen

Eine Gruppe Jugendlicher bewegte sich durch Sandförstgen, wobei mehrfach der Hitlergruß gezeigt und rechtsextreme Parolen skandiert wurden.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 4. Juli 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Hutholz

Verfassungsfeindliche Parole gerufen

Mehrere Zeug*innen meldeten der Polizei am Abend des 04. Juli einen Mann, der in der Marie-Tilch-Straße und später in der Walter-Ranft-Straße mehrfach verfassungsfeindliche Parolen gerufen hatte. Beamt*innen konnten den 46-Jährigen Tatverdächtigen stellen und leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

Quelle: Freie Presse vom 05.07.2026, Polizeidirektion Chemnitz vom 05.07.2026

Vorfall vom 4. Juli 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Angriffe auf Teilnehmende des CSDs

Wie aus Meldungen der Polizei sowie der Lokalpresse hervorgeht, kam es während der diesjährigen CSD-Demonstartion in Chemnitz zu mehreren Angriffen. So warf eine unbekannte Person kurz nach dem Start der Parade Eier aus einem Fenster an der Karl-Liebknecht-Straße auf Teilnehmende, wobei eine Person im Rollstuhl am Arm getroffen und leicht verletzt wurde.

Im weiteren Verlauf der Demonstration wurde zudem eine Person am Johannisplatz von einem 23-jährigen Mann gestoßen, der die Teilnehmer*innen des CSDs zuvor lautstark beschimpft hatte.

Quelle: Freie Presse vom 06.07.2026

Vorfall vom 2. Juli 2026 | Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Pirna

Zwei Hakenkreuze geschmiert

In Pirna wurden zwei Hakenkreuze an die Stadtbrücke gesprüht.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 03.07.2026

Vorfall vom 30. Juni 2026 | Erzgebirgskreis

Aue - Bad Schlema

Kinder volksverhetzend beleidigt

Zwei Frauen hielten sich mit ihren beiden Kindern vor einem Mehrfamilienhaus in der Helmut-Just-Straße im Ortsteil Aue auf, als ein Mann aus dem Fenster schaute und die Kinder volksverhetzend beleidigte. Die Mütter riefen darauf die Polizei, die den 68-Jährigen ausfindig machen konnte. Das Dezernat Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung übernommen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 01.07.2026

Vorfall vom 29. Juni 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Personengruppe nach Public Viewing verfolgt und angegriffen

Laut Berichten von Augenzeug*innen kam es im Anschluss an ein Public Viewing in Chemnitz zu einem rechtsmotivierten Angriff auf eine fünfköpfige Gruppe von Migranten. Die Betroffenen hatten zuvor die deutsche Nationalmannschaft angefeuert, woraufhin sie von anderen Anwesenden zunächst beleidigt und provoziert worden waren.

Als darafhin der Sicherheitsdienst einschritt und die Gruppe vom Veranstaltungsgelände verwies, setzten ihr etwa 20 Personen nach, die u.a. rassistische und antisemitische Beleidigungen skandierten sowie Warnbarken und Steine in Richtung der Flüchtenden warfen.

Quelle: Augenzeug*innenbericht

Vorfall vom 28. Juni 2026 | Vogtlandkreis

Netzschkau

Hakenkreuz an Garage geschmiert

Unbekannte haben an der Elisabethstraße Ecke Fritz-Reuter-Straße ein etwa 1,5m x 1,5m großes Hakenkreuz hinterlassen.

Quelle: Polizeidirektion Zwickau 29.06.2026

Vorfall vom 27. Juni 2026 | Erzgebirgskreis

Aue - Bad Schlema

Rechte Schmierereien auf Radweg

Im Zeitraum zwischen dem 25. und dem 27. Juni haben Unbekannte zwei Hakenkreuze sowie zwei rassistische Parolen auf einen Radweg geschmiert. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 28.06.2026

Vorfall vom 26. Juni 2026 | Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Freital

Verbotene Parolen skandiert

In der Nacht zum 26. Juni skandierte ein Mann in einem Freitaler Krankenhaus verbotene rechte Parolen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 26.06.2026

Vorfall vom 25. Juni 2026 | LK Meißen

Großenhain

Hakenkreuze geschmiert

Unbekannte haben im Großenhainer Stadtpark zwei Hakenkreuze an einen Brückenpfeiler geschmiert.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 26.06.2026

Vorfall vom 25. Juni 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gorbitz

Parteistand angegriffen

Am 25. Juni hat eine Gruppe von bis zu zehn Personen einen Infostand der Partei "die Linke" am Amalie-Dietrich-Platz in Gorbitz angegriffen. Die Betroffenen wurden dabei zunächst beschimpft, bevor eine Helferin mit Bier übergossen sowie eine Fahne entwendet und angezündet wurde.

Alamierte Polizeikräfte stellten im Nachgang einen 44-jährigen Tatverdächtigen und ordneten den Vorfall als politisch motivierte Tat ein. Die Partei wertet den Angriff ebenfalls als gezielten rechten Einschüchterungsversuch.

Quelle: Die Linke Dresden, 25.06.2026