Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 21. April 2026 | LK Zwickau

Limbach-Oberfrohna

Hakenkreuz an Bushaltestelle

An einer Bushaltestelle an der Bräunsdorfer Straße/Wolkenburger Straße wurde unter anderem ein pinkes Hakenkreuz angebracht. Die Polizei ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Zwickau, 22.04.2026

Vorfall vom 17. April 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Bernsdorf

Rassistisch motivierte Körperverletzung

Am Abend des 17. April beleidigten und bedrohten drei Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren zwei Mädchen (16 und 14 Jahre alt) in der Bernsdorfer Straße rassistisch. Anschließend schlug ein 17-jähriger Begleiter der Gruppe das 16-jährige Mädchen mit einem Schlagring. Die Polizei stellte die Tatverdächtigen wenig später in einem nahegelegenen Netto. Beim 17-Jährigen wurde die verbotene Waffe sichergestellt. Das Dezernat Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 17.04.2026; TAG24

Vorfall vom 17. April 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Cossebaude

Rechte Schmierereien entdeckt

Am 17. April entdeckten Zeug*innen im Bereich mehrerer Bahnhaltestellen in Cossebaude verfassungsfeindliche Symbole sowie rechte Aufkleber, die u.a. an Straßenschildern und Laternenmasten angebracht waren.

Quellen: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 14. April 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gohlis

Stolperstein beschmiert

Am 14. April entdeckten Zeug*innen, dass ein in Dresden Gohlis verlegter Stolperstein in Erinnerung an Karl Blochwitz von Unbekannten mit grüner Farbe beschmiert wurde.

Karl Blochwitz wurde am 3. April 1940 auf einem Militär-Schießstand in Biesnitz bei Leipzig von SS-Männern hingerichtet, nachdem er als Zeuge Jehovas den Kriegsdienst unter dem nationalsozialistischem Regime verweigert hatte.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 13. April 2026 | LK Görlitz

Rothenburg

Verfassungsfeindliche Schmiererei

In den vergangenen Tagen wurden in Rothenburg an einer Bushaltestelle auf der Uhmannsdorfer Straße verfassungsfeindliche Symbole angebracht.

Quelle: Sächsische Zeitung, Polizeiticker vom 17.04.2026

Vorfall vom 13. April 2026 | Erzgebirgskreis

Zwönitz

Verfassungsfeindliche Schmierereien

Zwischen dem 10. und dem 13. April wurden auf einem Spielplatz in Zwönitz verfassungsfeindliche Schmierereien angebracht - darunter u.a. Hakenkreuze. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung aufgenommen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 13.04.2026

Vorfall vom 8. April 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt Ost

Frauen rassistisch beleidigt

Ein unbekannter Mann pöbelte am Nachmittag des 8. April unvermittelt zwei Frauen in Prager Straße an. Dabei äußerte er mehrfach rassistische Beleidigungen.

Quellen: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 8. April 2026 | LK Görlitz

Görlitz

verfassungswidrige Geste

Im Kontext einer polizeilichen Maßnahme zeigte ein Mann eine verfassungswidrige Geste.

Quelle: Polizeidirektion Görlitz, 09.04.2026

Vorfall vom 8. April 2026 | LK Bautzen

Bautzen

verfassungsfeindliches Symbol

Am Gesundbrunnenring wurde ein verfassungswidriges Symbol auf eine Mülltonne am geschmiert.

Quelle: Polizeidirektion Görlitz, 09.04.2026

Vorfall vom 3. April 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Hitlergruß gezeigt

Am Freitagnachmittag äußerte eine 47-jährige Person aus Finnland auf dem Vorplatz des Dresdner Hauptbahnhofs mehrfach verfassungswidrige Parolen und zeigte entsprechende Symbole. Auch beim Eintreffen der Polizeikräfte setzte die Person das Verhalten fort. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille.
Die Person wurde in Gewahrsam genommen und verbrachte die Nacht dort. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 06.04.2026

Vorfall vom 30. März 2026 | Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Klingenberg, OT Ruppendorf.

Hakenkreuz an Hausfassade geschmiert

In den vergangenen Tagen haben Unbekannte eine Hausfassade an der Freiberger Straße mit einem etwa einen Meter großen Hakenkreuz beschmiert. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 31.03.2026

Vorfall vom 30. März 2026 | LK Zwickau

Zwickau

Auto beschmiert und beschädigt

Unbekannte haben in der Nacht zum 20. März einen Transporter mit verfassungsfeindlichen Symbolen beschmiert sowie dessen Reifen zerstochen. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Zwickau 31.03.2026

Vorfall vom 29. März 2026 | Stadt Leipzig

Leipzig - Schönefeld-Abtnaundorf

Rassistische Musik und Volksverhetzung

Nachts informierte ein Zeuge die Polizei darüber, dass in einer Parzelle eines Kleingartens sehr laut rassistische, rechtsextreme Musik gespielt wird. Als die Polizei eintraf fanden sie drei Männer vor, die eben jene verbotene Musik abspielten. Der mutmaßliche Pächter der Parzelle wurde aufgefordert die Musik auszuschalten, weiterhin wird gegen ihn wegen Volksverhjetzung ermittelt.

Quelle: Leipziger Volkszeitung, 29.03.2026

Vorfall vom 23. März 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Blasewitz

Jugendlicher nach volksverhetzenden Äußerungen gestellt

Polizeikräfte haben am Montag einen 17-jährigen Jugendlichen am Elberadweg gestellt, der zuvor volksverhetzende Worte gerufen haben soll. Zeug*innen hatten die Polizei alarmiert, nachdem aus einer Jugendgruppe heraus entsprechende verbotene Aussagen geäußert worden waren.
Die Einsatzkräfte stellten die Gruppe vor Ort und identifizierten den 17-Jährigen als tatverdächtig. Gegen ihn wird nun wegen Volksverhetzung ermittelt.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 24.03.2026

Vorfall vom 23. März 2026 | LK Bautzen

Bautzen

Bahnhof großflächig mit rechtsextremen Inhalten beschmiert

Unbekannte haben u.a. Pfeiler und Automaten am Bautzner Bahnhof mit verfassungsfeindlichen Symbolen und Schriftzügen beschmiert.

Quelle: Polizeiticker der Sächsischen Zeitung, 23.03.26