Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 12. April 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz Markersdorf

Wiederholt rechte Symbole gesprüht 

Wiederholt haben Unbekannte im Stadtteil Markersdorf mehrere Hakenkreuze und laut Polizei weitere verfassungsfeindliche Kürzel gesprüht. In der Folge hat die Polizei Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen.

Quelle: Polizei

Vorfall vom 11. April 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz Markersdorf

Fassaden, Auto und Stromkasten mit rechten Parolen beschmiert

Über das Wochenende vom 10. und 11. April 2021 wurden unter anderem mehrere Fassaden, ein Stromkasten und ein Auto mit rechten Parolen, darunter mehrere Hakenkreuze und SS-Runen, beschmiert und rechte Sticker geklebt. Es entstand ein Schaden von über 1.000 Euro.

Quelle: Polizei, Presse

Vorfall vom 3. April 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Kaßberg

„Sieg Heil“-Rufe

Am 03. April rief eine unbekannte Gruppe von zwei bis vier Männern an einer Bushaltestelle auf der Weststraße mehrfach die Worte „Sieg Heil“. In der Nähe konnte die Polizei niemanden aufgreifen. Die Polizei sucht nach Zeug*innen und hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Quelle: Polizei

Vorfall vom 27. März 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Zentrum

Polizei angegriffen und Hitlergruß gezeigt

Am Samstag kam es in der Chemnitzer Innenstadt, trotz eines geltenden Demonstationsverbotes, zu Versammlungen von sogenannten "Querdenkern". In einer dynamischen Situation versammelten sich bis zu 200 Personen auf dem Neumarkt, welche versuchten spontan durch die Stadt zu demonstrieren. Dabei warf ein 29-Jähriger eine Flasche auf Polizeibeamt*innen und zeigte den Hitlerguß. Die Polizei nahm infolge der Aktion insgesamt 40 Ordnungswidrigkeits- und fünf Strafanzeigen auf.

Im Weiteren kam es im Verlauf der nicht erlaubten Versammlungen am Samstag zu rechten Sprechchören. Mindestens einer der Teilnehmer*innen trug zudem eine Kopfbedeckung, die an eine KZ-Häftlingsmütze erinnern sollte und verharmloste damit den Holocaust.

Quelle: Augenzeug*innen, Polizei, Presse

Vorfall vom 20. März 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Reichenbrand

Schusswechsel mit der Polizei

Am frühen Morgen klingelten Beamt*innen der Polizei bei einem 33-jährigen Mann im Chemnitzer Ortsteil Reichenbrand, um einen Haftbefehl zu vollstrecken. Dabei schoss der Mann nach dem Öffnen der Tür auf die Beamt*innen. Die Polizist*innen erwiederten daraufhin das Feuer, wobei der 33-Jährige verletzt wurde.

Der Mann hatte 2019 für die rechte Bürgerbewegung "Pro Chemnitz" bei der Kommunalwahl kandidiert, war wiederholt Ordner auf rechten Veranstaltungen sowie Mitorganisator einer sogenannten "Bürgerstreife".

Quelle: Presse

Vorfall vom 18. März 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Hilbersdorf

Supermarktfassade mit rechten Symbolen beschmiert

Zwischen Donnerstag und Freitag haben Unbekannte die Fassade eines Supermarktes in der Frankenberger Straße in Chemnitz Hilbersdorf mit mehreren rechten Symbolen, darunter Hakenkreuze und SS-Runen, sowie einem Schriftzug beschmiert. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung.

Quelle: Polizei

Vorfall vom 8. März 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz Zentrum

Rechte Parolen vor dem "Schalom" gerufen

Wie die Polizei in ihren Medieninformationen mitteilte, rief eine Zeugin am Montag Abend die Polizei auf die Heinrich-Zille-Straße in Chemnitz. Dort hielten sich fünf Personen auf, die vor einem Restaurant rassistische und verfassungsfeindliche Sprüche skandierten und den Hitlergruß zeigten. Bei der Lokalität an der Kreuzung Heinrich-Zille-Straße/Ecke Karl-Liebknecht-Straße, welche die Polizei nicht weiter beschreibt, handelt es sich um das jüdische Restaurant "Schalom".

Die Polizei konnte zwei Personen vor Ort antreffen, drei weitere flohen auf Fahrrädern. Es wurden Ermittlungen gegen die zwei Angetroffenen wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen. Die Kriminalpolizei sucht nach Zeug*innen des Vorfalls.

Quelle: Polizei

Vorfall vom 6. März 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Rechte Parolen gerufen

Laut Augenzeug*innen riefen mehrere Männer Samstagabend auf der Hermannstraße auf dem Chemnitzer Brühl rechte Parolen. Dabei hörten diese extrem rechte Musik. Die Polizei kam und nahm die Personalien auf.

Quelle: Social Media

Vorfall vom 21. Februar 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz Zentrum

Hitler-Portrait plakatiert

Kurz nach 11:00 Uhr gab es mehrere Meldungen aus der Chemnitzer Innenstadt, wonach ein Mann rechte Plakate aufhängen würde. Vor allem an Haltestellen in der Innenstadt hatte der Mann rechte Plakate mit einem Aufdruck von Adolf Hitler verteilt.

Nach kurzer Suche fanden Polizist*innen den Mann im Stadthallenpark. Bei der Durchsuchung wurden weitere Plakate bei dem 33-Jährigen gefunden. Währenddessen zeigte dieser den Hitlergruß gegenüber den Beamt*innen und rief rechte Parolen.

Der Mann muss sich nun wegen der Verbreitung von Propagandamitteln und wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Die Plakate wurden entfernt.

Quelle: Social Media, Presse, Polizei

Vorfall vom 6. Februar 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz- Zentrum

Angriff auf eine Gegenkundgebung

Während einer Kundgebung von der Initiative "Chemnitz steht auf" am 06. Februar kam es zu einem Angriff auf eine spontane Gegenkundgebung.

Neben der Kundgebung der Corona-Leugner*innen wurde spontan eine Gegenkundgebung mit knapp 30 Teilnehmenden angemeldet. Während des Demonstrationsgeschehen sammelte sich in der Nähe der Gegenkundgebung eine Gruppe organisierter Neonazis, welche in der Folge in die Gegenkundgebung liefen. Dabei wurde mindestens eine Person zu Boden gestoßen und versucht ihr eine Flagge abzunehmen. Laut Augenzeug*innen hatten sich Angreifer zuvor vermummt und Quarzhandschuhe angezogen. Die angreifenden Personen wurden von der Polizei gekesselt.

Während der Kundgebung, mit mehr als 1.000 Teilnehmenden, in der Chemnitzer Innenstadt wurden wiederholt rechte Symbole gezeigt, beispielweise Reichsflaggen oder ein Transparent der Identitären Bewegung. Außerdem trug mindestens ein Teilnehmer eine Mütze, angelehnt an eine KZ-Häftlingsmütze, und verharmloste damit den Holocaust.

Vorfall vom 6. Februar 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz- Stelzendorf

Blitzer mit Hakenkreuzen beschmiert

Auf der Neefestraße zu einer Einmündung auf den Südring in Chemnitz wurde von Unbekannten ein Blitzer unter anderem mit drei schwarzen Hakenkreuzen beschmiert. Die Zeichen wurden rückstandlos entfernt. Nun ermittelt die Polizei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung.

Quelle: Polizei

Vorfall vom 28. Januar 2021 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Mann bewusstlos geschlagen

Am Donnerstag kam es zu einer gefährlichen Körperverletzung am Omnibusbahnhof in Chemnitz. Ein Mann wurde zunächst von drei Personen, die augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen sind, an der Zentralhaltestelle angesprochen und nach Zigaretten gefragt. Daraufhin verfolgten ihn die Drei bis zum Omnibusbahnhof. In der Folge beleidigten sie ihn und schlugen schließlich unvermittelt auf ihn ein. Er wurde bewusstslos und erlitt mehrere Verletzungen im Gesicht.

Quelle: Social Media

Vorfall vom 17. Dezember 2020 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Wiederholte Aktivitäten der Identitären Bewegung

Seit einigen Wochen sind in der Stadt Chemnitz wiederholt Aktivitäten der extrem rechten Identitären Bewegung zu erkennen. Eine kleine Ortsgruppe scheint ungefähr einmal pro Woche ihre Propaganda in der Stadt zu verteilen. Dazu gehören Plakate und Sticker der Identitären Bewegung, genau so wie Flyeraktionen in Briefkästen von Anwohner*innen, welche das Stadtbild bestimmen sollen. Zusätzlich wurden während der letzten Wochen zahlreiche Graffiti der Identitären Bewegung gesprüht.

Quelle: Social Media

Vorfall vom 15. November 2020 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Sonnenberg

Stolperstein mit Hakenkreuz übersprüht

Auf dem Sonnenberg in Chemnitz wurde der Stolperstein für Arnold Winter auf der Sonnenstraße mit einem Hakenkreuz übersprüht. Noch wenige Tage zuvor, am 9. November, wurde dieser Stolperstein geputzt und geschmückt. Anzeige wurde erstattet.

Quelle: Social Media

Vorfall vom 9. November 2020 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Zentrum

Coronaleugner*innen greifen Gedenkkundgebung an

Am Montag, dem 9. November 2020, fand im Chemnitzer Zentrum eine Gedenkveranstaltung zu den Novemberprogromen von 1938 von "Aufstehen gegen Rassismus Chemnitz" statt. Gleichzeitig zu der angemeldeten Kundgebung liefen auch Coronaleugner*innen in einer unangemeldeten Demonstration durch die Innenstadt. Als diese auf die Kundgebung von "Aufstehen gegen Rassismus" trafen, kam es zu Störungen. Coronaleugner*innen sollen laut Augenzeug*innen den Hitlergruß gezeigt sowie die Kundgebungsteilnehmenden bedrängt haben und versuchten sich den Platz zu nehmen. Außerdem wird davon gesprochen, dass mehrere Personen laut Rechtsrock hörten und dabei rechte Parolen riefen. In der Folge wurde die Versamlungsleiterin von zwei Männern angegriffen. Diese versuchten ihr das Handy aus der Hand zu schlagen. Erst danach schritten Polizeikräfte ein, die nun wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermitteln.

Quelle: Betroffene, Social Media, Presse