"Demokratie leben!" im Umbau: Wir haben den offenen Brief mitgezeichnet
Die Bundesregierung plant einen Umbau des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Über 1.000 Organisationen und Akteure aus der Zivilgesellschaft haben sich deshalb mit einem offenen Brief an Bundesfamilienministerin Karin Prien gewandt – darunter auch wir.
Die Unterzeichnenden warnen vor den möglichen Folgen dieser Neuausrichtung. Sie sehen die Gefahr, dass gewachsene Strukturen der Demokratieförderung geschwächt werden und wichtige Expertise verloren geht.
Was auf dem Spiel steht
Die Arbeit vieler Projekte in der Demokratieförderung ist langfristig angelegt. Sie entsteht über Jahre – durch Erfahrung, durch kontinuierliche Zusammenarbeit und durch Vertrauen.
Gerade in der Unterstützung von Betroffenen rechter Gewalt zeigt sich, wie wichtig diese Kontinuität ist. Beratung und Begleitung sind oft keine kurzfristigen Prozesse. Sie brauchen verlässliche Strukturen und stabile Rahmenbedingungen.
Wenn diese Strukturen unsicher werden oder wegfallen, hat das konkrete Folgen: Unterstützung wird schwerer zugänglich, Netzwerke brechen weg und gewachsene Expertise geht verloren.
Der offene Brief macht deutlich, dass ein Umbau in der laufenden Förderperiode Risiken birgt – insbesondere für die Stabilität und Wirksamkeit bestehender Strukturen.
Zur Wahrheit gehört:
Strukturen der Demokratieförderung sind nicht beliebig ersetzbar.
Was über Jahre aufgebaut wurde, lässt sich nicht kurzfristig neu schaffen.
Deshalb haben wir den offenen Brief mitgezeichnet.
Offener Brief im Wortlaut
Den vollständigen offenen Brief können Sie hier lesen.