Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 2. Februar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Friedrichstadt

Fahrradwerkstatt beschmiert

Am 2. Februar entdeckten die Betreiber*innen der Fahrradselbsthilfewerkstatt 'Zum Rostigen Ross', dass ein Fenster ihrer Räumlichkeiten mit einer "88" beschmiert wurde. Da in der Vergangenheit bereits mehrfach rechte Sticker und Parolen am Gebäude angebracht wurden, liegt der Verdacht einer gezielten Aktion nahe.

Quellen: Betroffenenbericht

Vorfall vom 20. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Neustadt

Neonaziprovokationen in der Neustadt

Wie aus verschiedenen Zeug*innenberichten sowie Foto- und Videoaufnahmen hervorgeht, zogen am Abend des 20. Januar etwa zehn junge Neonazis provokativ durch die Dresdner Neustadt, wobei sie u.a. mehrere Passant*innen anpöbelten und antifaschistische Plakate zerstörten. In der Folge wurde die Gruppe von Unbekannten angegriffen, was einen Polizeieinsatz nach sich zog.

Quellen: Zeug*innenberichte

Vorfall vom 1. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gostritz

Mehrere Verletzte bei Auseinandersetzung

In der Neujahrsnacht kam es in Dresden zu einem Neonaziangriff, bei dem mehrere Jugendliche verletzt wurden.

Zunächst waren vier junge Frauen an der Haltestelle »Höckendorfer Weg« auf der Kohlenstraße in Dresden-Pestwitz mit etwa zehn Männern in Streit geraten, weil diese sich rechtsextrem geäußert hatten. Beide Gruppen stiegen anschließend in einen Bus, wobei sich die Streitigkeiten im Bus fortsetzten. Als die Frauen den Bus an der Haltestelle "Müntzteichweg" verließen, wurden sie von den Männren verfolgt, woraufhin sie in der Friebelstraße eine Gruppe von dort befindlichen Jugendlichen um Hilfe baten. Als sich diese den zehn Männern in den Weg stellten, um sie von der Verfolgung der Frauen abzuhalten, wurden sie von ihnen unvermittlet angegriffen und zum Teil erheblich verletzt.

Während des Angriffs skandierten die Täter mehrfach verbotene rechte Parolen und skandierten den Hitlergruß. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 02.01.2025

Vorfall vom 29. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Prohlis

Rassistische Beleidigung an Haltestelle

Am 29. Dezember wurde eine 32-jährige Frau an der Haltestelle »Jacob-Winter-Platz« auf der Prohliser Allee rassistisch beleidigt. Dabei stellte sich ein bislang unbekannter Mann der Betroffenen, die ein Kopftuch trug, drohend in den Weg und beschimpfte sie. Anschließend stieg er mit seinem Begleiter in eine Straßenbahn.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich zu melden.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 30.12.2025

Vorfall vom 19. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Gruna

Hitlergruß in Linienbus gezeigt

Am frühen Morgen des 5. Januar zeigte ein bislang unbekannter Mann in einem Bus der Linie 61, der zwischen den Haltestellen »Zwinglistraße« und »Tiergartenstraße« verkehrte, mehrfach den Hitlergruß. Der Mann wurde als etwa 55 Jahre alt und circa 1,75 Meter groß beschrieben. Er hatte auffällig eingefallene Wangen, einen braunen Dreitagebart und trug eine dunkle Winterjacke, eine blaue Baggyhose sowie beige-braune Winterschuhe. Zudem hatte er einen dunklen Hut auf.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.12.2025

Vorfall vom 17. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Antisemitische Parolen in Straßenbahn skandiert

Ein bislang unbekannter Mann rief am Mittwochmorgen in einer Straßenbahn der Linie 11, die zwischen den Haltestellen »Hauptbahnhof« und »Strehlener Platz« unterwegs war, mehrfach antisemitische Parolen. Nach dem Aussteigen am Strehlener Platz bedrohte er zudem eine Zeugin.

Laut Zeug*innenaussagen ist der Mann etwa Mitte 50 Jahre alt, circa 1,85 Meter groß und von kräftiger Statur. Er hatte eine ungepflegte Erscheinung, einen grauen Vollbart und trug eine Pelzmütze.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.12.2025

Vorfall vom 17. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Rassistische Beleidigung in Linienbus

Ein bislang unbekanntes Pärchen hat am Abend des 17. Dezember eine junge Frau in einem Bus der Linie 66 u.a. rassistisch beleidigt. Nachdem sie am Hauptbahnhof zugesteigen waren, verließen sie den Bus der Haltestelle »Uhlandstraße«.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.12.2025

Vorfall vom 13. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Johannstadt

Volksverhetzende Lieder und Diebstahl in Straßenbahn

Am Abend des 5. Januar skandierte eine Gruppe von etwa acht Männern in einer Straßenbahn der Linie 9 volksverhetzende Lieder. Die Männer stiegen an der Haltestelle »Bergmannstraße« zu und beleidigten mit dem Liedtext offenbar gezielt eine 58-jährige Frau, die sich ebenfalls in der Bahn befand, auf rassistische Weise.

Als sich die Frau daraufhin an den Bahnfahrer wandte, um Hilfe zu erlangen, verließ die Gruppe an der Haltestelle »Straßburger Platz« die Straßenbahn. Dabei entwendeten einen Beutel mit Lebensmitteln, den die betroffene Frau, auf ihrem Sitz abgelegt hatte.

Der Staatsschutz ermittelt.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 15.12.2025

Vorfall vom 8. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Gorbitz

Verfassungsfeindliche Parolen gerufen

Polizeikräfte beobachteten während eines Einsatzes in Dresden Gorbitz, wie ein Mann am Amalie-Dietrich-Platz verfassungsfeindliche Parolen skandierte. Der 30-jährige deutsche Staatsangehörige wurde daraufhin festgesetzt und erhielt eine entsprechende Anzeige.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 08.12.2025

Vorfall vom 5. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Wilsdruffer Vorstadt

Hitlergruß gezeigt

In der Nacht zum 5. Dezember meldete ein Zeuge der Polizei, dass aus einer Gruppe von etwa 15 Personen heraus ein Hitlergruß gezeigt wurde. Die Gruppe bewegte sich von der Ostraallee in Richtung Postplatz.

Herbeigerufene Polizeikräfte kontrollierten daraufhin mehrere Männer und nahmen Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 05.12.2025

Vorfall vom 25. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Leuben

Rassistische Beleidigung in Wohnhaus

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen einen 74-jährigen Mann aufgenommen, nachdem dieser einen 29-jährigen iranischen Staatsbürger sowie eine 21-jährige tschechische Staatsbürgerin in einem Wohnhaus am Großsedlitzer Weg rassistisch beleidigte.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 26.11.2025

Vorfall vom 15. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Weißig

Zahlreiche neonazistische Schmierereien

Unbekannte haben im Dresdner Ortsteil Weißig zahlreiche neonazistische Schmierereien hinterlassen. Die zum Teil verbotenen Symbole und Codes wurden unter anderem an Stromkösten, Hauswänden und Containern An der Prießnitzaue, Am Weißiger Bach, in der Straße Zum Hutbergblick sowie in der Radeberger Straße angebracht.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 13. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Cossebaude

Rechte Schmierereien auf Skaterbahn

Unbekannte haben in den vergangenen Tagen eine Skaterbahn an der Bahnhofstraße mit verbotenen Zeichen und rechtsextremen Parolen beschmiert. Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens liegen bislang nicht vor.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 14.11.2025

Vorfall vom 13. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Äußere Neustadt

Schmierereien an Hausfassade

Unbekannte haben zwischen dem 13. und 14. November die Fassade eines Mehrfamilienhauses auf der Eberswalder Straße mit roter Farbe beschmiert. Dabei brachten sie ein verfassungswidriges Symbol in der Größe von etwa 130 × 120 Zentimetern an.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 16.11.2025

Vorfall vom 11. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Aufenthaltsverbote für Innenstadtbereich

Beamt*innen der Präsenz- und Ermittlungsgruppe Innenstadt haben einem Jugendlichen Aufenthaltsverbote für die Bereiche Wiener Platz und Prager Straße erteilt, nachdem dieser mehrfach durch Straftaten in Erscheinung getreten war. Dem 15-jährigen Deutschen wird unter anderem Diebstahl mit Waffen, Hausfriedensbruch, ein tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.

Aktuell haben damit insgesamt vier Personen ein Aufenthaltsverbot für den Bereich, welches jeweils für drei Monate befristet ist.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 18.11.2025