Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 25. Juni 2026 | Stadt Dresden

Dresden

Parteistand angegriffen

Am 25. Juni 2026 griff eine Gruppe von bis zu zehn Personen einen Infostand der Linken Dresden am Amalie-Dietrich-Platz in Gorbitz an, beschimpfte die Beteiligten, überschüttete eine Helferin mit Bier und zündete eine entwendete Parteifahne an. Die Polizei stellte im Nachgang einen 44-jährigen deutschen Tatverdächtigen. Der Vorfall wird von den Ermittlungsbehörden als politisch motiviert eingestuft. Die Partei wertet die Tat als gezielten Versuch, ihre Arbeit vor Ort einzuschüchtern.

Quelle: Die Linke Dresden, 25.06.2026

Vorfall vom 22. Juni 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Neustadt

Stolpersteine antisemitisch beschmiert

Zum wiederholten Mal binnen weniger Wochen sind mehrere auf der Königsbrücker Straße in der Dresdner Neustandt verlegte Stolpersteine, die an im Nationalsozialismus verfolgte und ermordete Juden und Jüdinnen erinnern, antisemitisch beschmiert worden. Nachdem Zeug*innen die Sachbeschädigung bemerkten, wurden die Steine wieder gereinigt.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 18. Juni 2026 | Stadt Dresden

Innere Altstadt

Hitlergruß und verbotene Parolen

Am Donnerstagabend zeigte ein Mann auf der Wallstraße den Hitlergruß und skandierte verbotene Parolen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.06.2026

Vorfall vom 10. Juni 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gorbitz

Hakenkreuz geschmiert

Unbekannte haben an einer Trafostation an der Harther Straße u.a. ein Hakenkreuz hinterlassen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 10.06.2026

Vorfall vom 6. Juni 2026 | Stadt Dresden

Dresden

Hitlergruß gezeigt

Am 6. Juni fand in Dresden zum 33-mal der Cristopher Street Day statt. An einem entsprechenden Aufzug, der durch die Innenstadt führte, beteiligten sich mehrere tausend Menschen. Zu einer parallel stattfindenen Gegenveranstaltung der rechtsextremen Kleinstpartei "Freie Sachsen" fanden sich indes nur ein paar Dutzend Neonazis ein, wobei ein Teilnehmer den Hitlergruß zeigte und daraufhin eine entsprechende Anzeige erhielt.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 06.06.2026

Vorfall vom 5. Juni 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gorbitz

Verbotene Parolen skandiert

Im Stadtteil Gorbitz zeigte ein Mann an der Straßenbahnhaltestelle „Julius-Vahlteich-Straße zunächst mehrfach den Hitlergruß. Zudem beleidigte er in der Folge andere Fahrgäste rassistisch und skandierte verbotene Parolen. Die Polizei konnte den 56-Jährigen wenig später stellen und leitete entsprechende Ermittlungen gegen ihn ein.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 05.06.2026

Vorfall vom 4. Juni 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Mickten

Rechte Graffiti

In Dresden Mickten haben Unbekannte ein Hochspannungsmast mit "SS" Runen und einem Schriftzug besprüht.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 05.06.2026

Vorfall vom 31. Mai 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Kleinpestitz

Fassade beschmiert

Unbekannte haben die Fassade eines Firmengebäudes mit einem Hakenkreuz beschmiert.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 01.06.2026

Vorfall vom 25. Mai 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Hakenkreuzschmierereien

Unbekannte haben auf einem Gehweg an der Marienstraße sowie an einer Hausfassade in der Cämmerswalder Straße mehrere große Hakenkreuzschmierereien hinterlassen. In beiden Fällen wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 26.05.2026

Vorfall vom 21. Mai 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gorbitz

Neonazistische Schmiererei

Unbekannte haben am Wölfnitzer Ring einen Neonazi-Slogan in der Größe von etwa einem mal zwei Metern auf eine Hauswand geschmiert.

Quellen: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 18. Mai 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen

Während eines Polizeieinsatzes in der Dresdner Innenstadt leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen einen 42-jährigen Mann ein. Dieser muss sich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.05.2026

Vorfall vom 16. Mai 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Wilsdruffer Vorstadt

Verbotene Parolen am Kraftwerk Mitte skandiert

In den Abendstunden des 16. Mai sammelten sich zahlreiche Menschen auf dem Gelände des Kraftwerk Mitte, weil dort eine sogenannte "East Side Party" stattfand.

Obwohl sich die Veranstalter*innen zumindest auf ihrer Webseite von Intolleranz und Rassismus distanzieren, fanden sich laut Zeug*innenaussagen dennoch zahlreiche offen rechtsextreme Jugendliche vor Ort ein, um an der Party teilzunehmen.

So soll sich auf dem Gelände im Verlauf des Abends schließlich eine Gruppe von ca. 70-80 Personen aus dem rechten Spektrum versammelt haben, aus der u.a. "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!" skandiert wurde. Zudem sollen einzelne Beteiligte am Bahnhof Mitte den Hitlergruß gezeigt haben.

Quellen: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 14. Mai 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Innere Neustadt

Hitlergruß und Polizeimaßnahmen

Nachdem es in den vergangenen Jahren an Christi Himmelfahrt zu zahlreichen Vorfällen mit rechtsextremen Jugendgruppen am Dresdner Elbufer gekommen war, meldeten Antifaschist*innen in diesem Jahr erstmals eine Kundgebung am sogenannten "Milchpavillon" am Japanischen Palais an, um ein öffentliches Zeichen gegen diese Entwicklungen zu setzen.

Im Verlauf der Veranstaltung, an der sich etwa 200 Menschen beteiligten, kam es, wie erwartet, mehrfach zu Pöbeleien von vorbeiziehenden Personengruppen. Unweit der Kundgebung sammelten sich im weiteren Verlauf zudem bis zu 50 Rechte, die sich jedoch aufgrund der Polizeipräsenz zurückhielten.

Dennoch erhielt mindestens eine Person eine Anzeige, weil sie unweit der Veranstaltung einen Hitlergruß zeigte. Von einer weiteren Gruppe Rechter wurden die Personalien festgestellt, weil eine Person unerlaubte Handschuhe mit sich führte.

Quellen: Zeug*innenberichte

Vorfall vom 8. Mai 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Kaditz

Auto mit rechten Symbolen beschmiert

Unbekannte haben in der Nacht zum achten Mai ein auf der Fechnerstraße geparktes Auto mit rechten Symbolen und Parolen beschriftet. Dabei brachten sie eine weiße pulvrige Substanz auf das Auto auf und zeichneten in diese anschließend die Symbole und Parolen.

Quelle: Medieninformation PD Dresden, Nr. 229/26

Vorfall vom 7. Mai 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Johannstadt

Verbotene Parolen gerufen

Nachdem drei Personen im Alter von 17, 33 sowie 53 Jahren gemeinsam durch Johannstadt gelaufen waren und dabei mehrfach verbotene rechte Parolen sowie den Hitlergruß skandiert hatten, konnten sie von der Polizei gestellt werden und erhielten Anzeigen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Medieninformation PD Dresden, Nr. 228/26