Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 4. Februar 2026 | Stadt Dresden

Dresden – Cotta

Hakenkreuz an Hausfassade gesprüht

Unbekannte haben die Fassade eines Hauses an der Klopstockstraße mit einem etwa 60 Zentimeter großen Hakenkreuz beschmiert.

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 06.02.2026

Vorfall vom 2. Februar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Friedrichstadt

Fahrradwerkstatt beschmiert

Am 2. Februar entdeckten die Betreiber*innen der Fahrradselbsthilfewerkstatt 'Zum Rostigen Ross', dass ein Fenster ihrer Räumlichkeiten mit einer "88" beschmiert wurde. Da in der Vergangenheit bereits mehrfach rechte Sticker und Parolen am Gebäude angebracht wurden, liegt der Verdacht einer gezielten Aktion nahe.

Quellen: Betroffenenbericht

Vorfall vom 20. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Neustadt

Neonaziprovokationen in der Neustadt

Wie aus verschiedenen Zeug*innenberichten sowie Foto- und Videoaufnahmen hervorgeht, zogen am Abend des 20. Januar etwa zehn junge Neonazis provokativ durch die Dresdner Neustadt, wobei sie u.a. mehrere Passant*innen anpöbelten und antifaschistische Plakate zerstörten. In der Folge wurde die Gruppe von Unbekannten angegriffen, was einen Polizeieinsatz nach sich zog.

Quellen: Zeug*innenberichte

Vorfall vom 14. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden – Südvorstadt

Kind angegriffen und beleidigt

Am Mittwoch ist ein 13-Jähriger auf der Budapester Straße von einem bislang unbekannten Fahrradfahrer beleidigt und körperlich angegriffen worden.

Nach Angaben der Mutter, die den Vorfall am folgenden Tag bei der Polizei meldete, war der Junge an der Haltestelle „Chemnitzer Straße“ aus einem Bus ausgestiegen und vom Radweg in Richtung Fußweg gelaufen. Ein Radfahrer fuhr zunächst an ihm vorbei, stoppte dann, fuhr den 13-Jährigen an und trat ihn anschließend. Zudem beschimpfte er das Kind mit volksverhetzenden Äußerungen, bevor er davonfuhr.

Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Körperverletzung.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 16.01.2026

Vorfall vom 14. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden – Leutewitz

Frau geschlagen und rassistisch beleidigt

Am gestrigen Nachmittag ist eine 22-jährige libysche Staatsangehörige in einer Straßenbahn körperlich angegriffen und rassistisch beleidigt worden.

Die Frau war mit der Straßenbahnlinie 1 in Richtung Dresden-Leutewitz unterwegs, als eine bislang unbekannte Täterin sie während der Fahrt unvermittelt schlug und beschimpfte.

Im Anschluss suchte die 22-Jährige ein Polizeirevier auf und erstattete Anzeige. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 15.01.2026

Vorfall vom 4. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gruna

Frau zeigt Hitlergruß in Straßenbahn

In der Nacht zu Montag hat eine 34-jährige Frau in einer Straßenbahn auf der Zwinglistraße den Hitlergruß gezeigt.

Zuvor war sie durch die Bahn gelaufen und hatte wahllos andere Fahrgäste angesprochen. An der Haltestelle „Zwinglistraße“ stellte sie sich in den Türbereich, hob den Arm und rief den verbotenen Gruß. Eine Zeug*in informierte die Polizei und hielt die Frau bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte fest.

Gegen die deutsche Staatsangehörige wird nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 05.01.2026

Vorfall vom 4. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden – Äußere Neustadt

Raubüberfall mit rassistischen Beleidigungen

In der Nacht zum Sonntag, dem 4. Januar 2026, ist es gegen 0.30 Uhr auf dem Albertplatz zu einem Raub gekommen. Eine bislang unbekannte Frau, die sich in einer Gruppe aufhielt, riss einer 26-Jährigen das Basecap vom Kopf. Anschließend schlug sie auf die Betroffene ein und nahm sowohl das Handy als auch das Basecap an sich. Danach entfernte sich die Angreiferin vom Ort des Geschehens.

Die 26-Jährige erlitt leichte Verletzungen.

Während des Angriffs äußerte die Täterin rassistische Beleidigungen gegenüber der Betroffenen. Die Polizei ermittelt wegen Raubes sowie wegen verhetzender Beleidigung.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 05.01.2026

Vorfall vom 1. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gostritz

Mehrere Verletzte bei Auseinandersetzung

In der Neujahrsnacht kam es in Dresden zu einem Neonaziangriff, bei dem mehrere Jugendliche verletzt wurden.

Zunächst waren vier junge Frauen an der Haltestelle »Höckendorfer Weg« auf der Kohlenstraße in Dresden-Pestwitz mit etwa zehn Männern in Streit geraten, weil diese sich rechtsextrem geäußert hatten. Beide Gruppen stiegen anschließend in einen Bus, wobei sich die Streitigkeiten im Bus fortsetzten. Als die Frauen den Bus an der Haltestelle "Müntzteichweg" verließen, wurden sie von den Männren verfolgt, woraufhin sie in der Friebelstraße eine Gruppe von dort befindlichen Jugendlichen um Hilfe baten. Als sich diese den zehn Männern in den Weg stellten, um sie von der Verfolgung der Frauen abzuhalten, wurden sie von ihnen unvermittlet angegriffen und zum Teil erheblich verletzt.

Während des Angriffs skandierten die Täter mehrfach verbotene rechte Parolen und skandierten den Hitlergruß. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 02.01.2025

Vorfall vom 29. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Prohlis

Rassistische Beleidigung an Haltestelle

Am 29. Dezember wurde eine 32-jährige Frau an der Haltestelle »Jacob-Winter-Platz« auf der Prohliser Allee rassistisch beleidigt. Dabei stellte sich ein bislang unbekannter Mann der Betroffenen, die ein Kopftuch trug, drohend in den Weg und beschimpfte sie. Anschließend stieg er mit seinem Begleiter in eine Straßenbahn.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich zu melden.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 30.12.2025

Vorfall vom 19. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Gruna

Hitlergruß in Linienbus gezeigt

Am frühen Morgen des 5. Januar zeigte ein bislang unbekannter Mann in einem Bus der Linie 61, der zwischen den Haltestellen »Zwinglistraße« und »Tiergartenstraße« verkehrte, mehrfach den Hitlergruß. Der Mann wurde als etwa 55 Jahre alt und circa 1,75 Meter groß beschrieben. Er hatte auffällig eingefallene Wangen, einen braunen Dreitagebart und trug eine dunkle Winterjacke, eine blaue Baggyhose sowie beige-braune Winterschuhe. Zudem hatte er einen dunklen Hut auf.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.12.2025

Vorfall vom 17. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Antisemitische Parolen in Straßenbahn skandiert

Ein bislang unbekannter Mann rief am Mittwochmorgen in einer Straßenbahn der Linie 11, die zwischen den Haltestellen »Hauptbahnhof« und »Strehlener Platz« unterwegs war, mehrfach antisemitische Parolen. Nach dem Aussteigen am Strehlener Platz bedrohte er zudem eine Zeugin.

Laut Zeug*innenaussagen ist der Mann etwa Mitte 50 Jahre alt, circa 1,85 Meter groß und von kräftiger Statur. Er hatte eine ungepflegte Erscheinung, einen grauen Vollbart und trug eine Pelzmütze.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.12.2025

Vorfall vom 17. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Rassistische Beleidigung in Linienbus

Ein bislang unbekanntes Pärchen hat am Abend des 17. Dezember eine junge Frau in einem Bus der Linie 66 u.a. rassistisch beleidigt. Nachdem sie am Hauptbahnhof zugesteigen waren, verließen sie den Bus der Haltestelle »Uhlandstraße«.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.12.2025

Vorfall vom 13. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Johannstadt

Volksverhetzende Lieder und Diebstahl in Straßenbahn

Am Abend des 5. Januar skandierte eine Gruppe von etwa acht Männern in einer Straßenbahn der Linie 9 volksverhetzende Lieder. Die Männer stiegen an der Haltestelle »Bergmannstraße« zu und beleidigten mit dem Liedtext offenbar gezielt eine 58-jährige Frau, die sich ebenfalls in der Bahn befand, auf rassistische Weise.

Als sich die Frau daraufhin an den Bahnfahrer wandte, um Hilfe zu erlangen, verließ die Gruppe an der Haltestelle »Straßburger Platz« die Straßenbahn. Dabei entwendeten einen Beutel mit Lebensmitteln, den die betroffene Frau, auf ihrem Sitz abgelegt hatte.

Der Staatsschutz ermittelt.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 15.12.2025

Vorfall vom 8. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Gorbitz

Verfassungsfeindliche Parolen gerufen

Polizeikräfte beobachteten während eines Einsatzes in Dresden Gorbitz, wie ein Mann am Amalie-Dietrich-Platz verfassungsfeindliche Parolen skandierte. Der 30-jährige deutsche Staatsangehörige wurde daraufhin festgesetzt und erhielt eine entsprechende Anzeige.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 08.12.2025

Vorfall vom 5. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Wilsdruffer Vorstadt

Hitlergruß gezeigt

In der Nacht zum 5. Dezember meldete ein Zeuge der Polizei, dass aus einer Gruppe von etwa 15 Personen heraus ein Hitlergruß gezeigt wurde. Die Gruppe bewegte sich von der Ostraallee in Richtung Postplatz.

Herbeigerufene Polizeikräfte kontrollierten daraufhin mehrere Männer und nahmen Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 05.12.2025