Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 14. April 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gohlis

Stolperstein beschmiert

Am 14. April entdeckten Zeug*innen, dass ein in Dresden Gohlis verlegter Stolperstein in Erinnerung an Karl Blochwitz von Unbekannten mit grüner Farbe beschmiert wurde.

Karl Blochwitz wurde am 3. April 1940 auf einem Militär-Schießstand in Biesnitz bei Leipzig von SS-Männern hingerichtet, nachdem er als Zeuge Jehovas den Kriegsdienst unter dem nationalsozialistischem Regime verweigert hatte.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 8. April 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt Ost

Frauen rassistisch beleidigt

Ein unbekannter Mann pöbelte am Nachmittag des 8. April unvermittelt zwei Frauen in Prager Straße an. Dabei äußerte er mehrfach rassistische Beleidigungen.

Quellen: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 3. April 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Hitlergruß gezeigt

Am Freitagnachmittag äußerte eine 47-jährige Person aus Finnland auf dem Vorplatz des Dresdner Hauptbahnhofs mehrfach verfassungswidrige Parolen und zeigte entsprechende Symbole. Auch beim Eintreffen der Polizeikräfte setzte die Person das Verhalten fort. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille.
Die Person wurde in Gewahrsam genommen und verbrachte die Nacht dort. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 06.04.2026

Vorfall vom 23. März 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Blasewitz

Jugendlicher nach volksverhetzenden Äußerungen gestellt

Polizeikräfte haben am Montag einen 17-jährigen Jugendlichen am Elberadweg gestellt, der zuvor volksverhetzende Worte gerufen haben soll. Zeug*innen hatten die Polizei alarmiert, nachdem aus einer Jugendgruppe heraus entsprechende verbotene Aussagen geäußert worden waren.
Die Einsatzkräfte stellten die Gruppe vor Ort und identifizierten den 17-Jährigen als tatverdächtig. Gegen ihn wird nun wegen Volksverhetzung ermittelt.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 24.03.2026

Vorfall vom 15. März 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Löbtau

Zwei Personen nach Hitlergrüßen gestellt

Polizeikräfte ermitteln gegen zwei Tatverdächtige im Alter von 20 und 24 Jahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Die beiden deutschen Staatsangehörigen riefen auf dem Gelände einer Tankstelle an der Löbtauer Straße mehrfach eine rechte Parole und zeigten den Hitlergruß.
Alarmierte Einsatzkräfte stellten die beiden Personen vor Ort. Atemalkoholtests ergaben bei beiden jeweils mehr als ein Promille. Die Polizei sprach einen Platzverweis aus und fertigte entsprechende Anzeigen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 16.03.2026

Vorfall vom 11. März 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gruna

Frau geschlagen und zwei Personen rassistisch beleidigt

Am Mittwochnachmittag hat eine unbekannte Person auf der Winterbergstraße eine 61-jährige Frau geschlagen und sie sowie einen 40-jährigen Mann rassistisch beleidigt. Die beiden Geschädigten standen an der Haltestelle „Gasanstaltstraße“, als eine Person mit einem Fahrrad auf dem Gehweg fuhr. Sie wiesen auf die Enge des Weges hin und hielten die Person an. Daraufhin schlug die tatverdächtige Person die Frau und beleidigte beide russischen Staatsangehörigen mit rassistischen Worten, bevor sie davonfuhr.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 13.03.2026

Vorfall vom 2. März 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Strehlen

Mauer mit verbotenen Symbolen beschmiert

In den vergangenen Tagen haben Unbekannte eine Mauer an der Tiergartenstraße mit zwei verbotenen Symbolen sowie mehreren Schriftzügen beschmiert. Die Schmierereien waren etwa eineinhalb Meter groß. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch nicht vor.
Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 03.03.2026

Vorfall vom 28. Februar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Leipziger Vorstadt

Neonazistische Schmierereien

Am Abend des 28. Februar wurden drei junge Neonazis dabei beobachtet, wie sie in der Leipziger Vorstadt mehrere rechtsextreme Schmierereien hinterließen. So übermalten sie u.a. linke Graffiti an der Friedensstraße mit zum Teil verbotenen Symbolen und dem Kürzel "NS" und schmierten die Zahlenkombination "88" an das Haus eines Spielplatzes.

In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu ähnlichen Nazi-Schmierereien, die sich vorallem im benachbarten Stadtteil Pieschen ereigneten.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 4. Februar 2026 | Stadt Dresden

Dresden – Cotta

Hakenkreuz an Hausfassade gesprüht

Unbekannte haben die Fassade eines Hauses an der Klopstockstraße mit einem etwa 60 Zentimeter großen Hakenkreuz beschmiert.

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 06.02.2026

Vorfall vom 2. Februar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Friedrichstadt

Fahrradwerkstatt beschmiert

Am 2. Februar entdeckten die Betreiber*innen der Fahrradselbsthilfewerkstatt 'Zum Rostigen Ross', dass ein Fenster ihrer Räumlichkeiten mit einer "88" beschmiert wurde. Da in der Vergangenheit bereits mehrfach rechte Sticker und Parolen am Gebäude angebracht wurden, liegt der Verdacht einer gezielten Aktion nahe.

Quellen: Betroffenenbericht

Vorfall vom 20. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Neustadt

Neonaziprovokationen in der Neustadt

Wie aus verschiedenen Zeug*innenberichten sowie Foto- und Videoaufnahmen hervorgeht, zogen am Abend des 20. Januar etwa zehn junge Neonazis provokativ durch die Dresdner Neustadt, wobei sie u.a. mehrere Passant*innen anpöbelten und antifaschistische Plakate zerstörten. In der Folge wurde die Gruppe von Unbekannten angegriffen, was einen Polizeieinsatz nach sich zog.

Quellen: Zeug*innenberichte

Vorfall vom 14. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden – Südvorstadt

Kind beleidigt und angegriffen

Am 14. Januar ist ein 13-Jähriger auf der Budapester Straße von einem bislang unbekannten Fahrradfahrer beleidigt und körperlich angegriffen worden.

Nach Angaben der Mutter, die den Vorfall am folgenden Tag bei der Polizei meldete, war der Junge an der Haltestelle „Chemnitzer Straße“ aus einem Bus ausgestiegen und vom Radweg in Richtung Fußweg gelaufen. Ein Radfahrer fuhr zunächst an ihm vorbei, stoppte dann, fuhr den 13-Jährigen an und trat ihn anschließend. Zudem beschimpfte er das Kind mit volksverhetzenden Äußerungen, bevor er davonfuhr.

Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Körperverletzung.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 16.01.2026

Vorfall vom 14. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden – Leutewitz

Frau geschlagen und rassistisch beleidigt

Am Nachmittag des 14. Januar wurde eine junge Frau aus Libyen in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt und körperlich angegriffen.

Die 22-jährige Betroffene war in einer Straßenbahn der Linie 1 in Richtung Dresden-Leutewitz unterwegs, als eine bislang unbekannte Täterin sie während der Fahrt unvermittelt beschimpfte und auf sie einschlug.

Im Anschluss suchte die Betroffene ein Polizeirevier auf und erstattete Anzeige. Der Staatsschutz ermittelt.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 15.01.2026

Vorfall vom 4. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Gruna

Frau zeigt Hitlergruß in Straßenbahn

In der Nacht zu Montag hat eine 34-jährige Frau in einer Straßenbahn auf der Zwinglistraße den Hitlergruß gezeigt.

Zuvor war sie durch die Bahn gelaufen und hatte wahllos andere Fahrgäste angesprochen. An der Haltestelle „Zwinglistraße“ stellte sie sich in den Türbereich, hob den Arm und rief den verbotenen Gruß. Eine Zeug*in informierte die Polizei und hielt die Frau bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte fest.

Gegen die deutsche Staatsangehörige wird nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 05.01.2026

Vorfall vom 4. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden – Äußere Neustadt

Raubüberfall mit rassistischen Beleidigungen

In der Nacht zum Sonntag, dem 4. Januar 2026, kam es gegen 0.30 Uhr auf dem Albertplatz zu einem Raub. Eine bislang unbekannte Frau, die sich in einer Gruppe aufhielt, riss einer 26-Jährigen zunächst ihr Basecap vom Kopf. Anschließend schlug sie auf die Betroffene ein und nahm sowohl das Basecap als auch ihr Handy an sich. Danach entfernte sich die Angreiferin vom Ort des Geschehens.

Die 26-Jährige erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen.

Während des Angriffs äußerte die Täterin zudem rassistische Beleidigungen gegenüber der Betroffenen. Die Polizei ermittelt wegen Raubes sowie wegen verhetzender Beleidigung.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 05.01.2026