Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 1. Januar 2026 | Stadt Dresden

Dresden - Räcknitz/Gostritz

Mehrere Verletzte bei Auseinandersetzung

In der Nacht zu Neujahr sind auf der Friebelstraße mehrere Männer bei einer Auseinandersetzung verletzt worden. Zuvor kam es zu Streitigkeiten in einem Bus.

Vier junge Frauen gerieten an der Haltestelle »Höckendorfer Weg« auf der Kohlenstraße mit etwa zehn Männern in Streit. Beide Gruppen stiegen in einen Bus und fuhren bis zur Haltestelle »Münzteichweg«, wobei der Streit im Bus fortgesetzt wurde. Als die Frauen den Bus verließen, folgten die Männer. Die Frauen baten daraufhin auf der Friebelstraße weitere Männer um Hilfe. Als sich die Helfer den zehn Männern in den Weg stellten, griffen diese an, wodurch es zu einer handfesten Auseinandersetzung kam. Dabei wurden sieben Männer verletzt.

Während der Auseinandersetzung skandierte die zehnköpfige Gruppierung wiederholt Hitlergrüße und verbotene Parolen. Die Polizei ermittelt daher wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 02.01.2025

Vorfall vom 29. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Prohlis

Rassistische Beleidigung an Haltestelle

Am 29.12.2025 wurde eine 32-jährige Frau an der Haltestelle »Jacob-Winter-Platz« auf der Prohliser Allee von zwei bislang unbekannten Männern rassistisch beleidigt. Die Frau trug ein Kopftuch. Einer der Männer stellte sich ihr dabei drohend in den Weg und beschimpfte sie. Anschließend flüchteten die Täter mit einer Straßenbahn.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich zu melden.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 30.12.2025

Vorfall vom 19. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Gruna

Hitlergruß in Linienbus gezeigt

Am frühen Freitagmorgen zeigte ein bislang unbekannter Mann in einem Bus der Linie 61 zwischen den Haltestellen »Zwinglistraße« und »Tiergartenstraße« mehrfach den Hitlergruß. Der Mann wurde als etwa 55 Jahre alt und rund 1,75 Meter groß beschrieben. Er hatte auffällig eingefallene Wangen, einen braunen Dreitagebart und trug eine dunkle Winterjacke, eine blaue Baggyhose sowie beige-braune Winterschuhe. Zudem hatte er einen dunklen Hut auf.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.12.2025

Vorfall vom 17. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Antisemitische Parolen in Straßenbahn

Ein bislang unbekannter Mann rief am Mittwochmorgen in einer Straßenbahn der Linie 11 zwischen den Haltestellen »Hauptbahnhof« und »Strehlener Platz« mehrfach antisemitische Parolen. Nach dem Aussteigen am Strehlener Platz bedrohte er zudem eine Zeugin.

Der Mann wurde als etwa Mitte 50, circa 1,85 Meter groß und von kräftiger Statur beschrieben. Er hatte eine ungepflegte Erscheinung, einen grauen Vollbart und trug eine Pelzmütze.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.12.2025

Vorfall vom 17. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Rassistische Beleidigung in Linienbus

Ein bislang unbekanntes Pärchen hat am Dienstagabend in einem Bus der Linie 66 eine junge Frau mit unter anderem rassistischen Worten beleidigt. Die Täter*innen stiegen am Hauptbahnhof in den Bus ein und verließen ihn an der Haltestelle »Uhlandstraße« wieder.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 19.12.2025

Vorfall vom 13. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Johannstadt

Volksverhetzende Lieder in Straßenbahn

Am Samstagabend sang eine Gruppe von etwa acht Männern in einer Straßenbahn der Linie 9 volksverhetzende Lieder. Die Männer stiegen an der Haltestelle »Bergmannstraße« ein und beleidigten mit dem Liedtext rassistisch dunkelhäutige Menschen. Augenscheinlich richteten sich die Äußerungen gegen eine 58-jährige Frau, die sich in der Bahn befand.

Als die Frau zum Bahnfahrer ging, um Hilfe zu erlangen, verließ die Gruppe an der Haltestelle »Straßburger Platz« die Straßenbahn. Dabei entwendeten die Männer einen Beutel mit Lebensmitteln der Frau, der auf einem Sitz abgelegt war.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 15.12.2025

Vorfall vom 8. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Gorbitz

Verfassungsfeindliche Parolen gerufen

Die Polizei ermittelt gegen einen 30-jährigen Mann wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Beamt*innen beobachteten während eines Einsatzes, wie der Mann am Amalie-Dietrich-Platz verfassungsfeindliche Parolen rief. Der deutsche Staatsangehörige wurde gestellt, anschließend fertigten die Polizist*innen eine entsprechende Anzeige.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 08.12.2025

Vorfall vom 5. Dezember 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Wilsdruffer Vorstadt

Hitlergruß in Gruppe gezeigt

In der Nacht zu Freitag meldete ein Zeuge der Polizei, dass aus einer Gruppe von etwa 15 Personen heraus der Hitlergruß gezeigt wurde. Die Gruppe lief von der Ostraallee in Richtung Postplatz.

Die herbeigerufenen Beamt*innen kontrollierten mehrere Männer. Derzeit wird geprüft, ob diese zu der Gruppe gehörten. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 05.12.2025

Vorfall vom 25. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Leuben

Rassistische Beleidigung in Wohnhaus

Die Polizei ermittelt gegen einen 74-jährigen Mann wegen Volksverhetzung. Nach bisherigen Erkenntnissen hat der Senior am Montagabend einen 29-jährigen iranischen Staatsbürger sowie eine 21-jährige tschechische Staatsbürgerin in einem Wohnhaus am Großsedlitzer Weg rassistisch beleidigt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen gegen den deutschen Staatsangehörigen aufgenommen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 26.11.2025

Vorfall vom 15. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Weißig

Zahlreiche neonazistische Schmierereien

Unbekannte haben im Dresdner Ortsteil Weißig zahlreiche neonazistische Schmierereien hinterlassen. Die zum Teil verbotenen Symbole und Codes wurden unter anderem an Stromkösten, Hauswänden und Containern An der Prießnitzaue, Am Weißiger Bach, in der Straße Zum Hutbergblick sowie in der Radeberger Straße angebracht.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 13. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Cossebaude

Rechte Schmierereien auf Skaterbahn

Unbekannte haben in den vergangenen Tagen eine Skaterbahn an der Bahnhofstraße mit verbotenen Zeichen und rechtsextremen Parolen beschmiert. Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens liegen bislang nicht vor.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 14.11.2025

Vorfall vom 13. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Äußere Neustadt

Schmierereien an Hausfassade

Unbekannte haben zwischen dem 13. und 14. November die Fassade eines Mehrfamilienhauses auf der Eberswalder Straße mit roter Farbe beschmiert. Dabei brachten sie ein verfassungswidriges Symbol in der Größe von etwa 130 × 120 Zentimetern an.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 16.11.2025

Vorfall vom 11. November 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Seevorstadt

Aufenthaltsverbote für Innenstadtbereich

Beamt*innen der Präsenz- und Ermittlungsgruppe Innenstadt haben in der vergangenen Woche zwei weitere Aufenthaltsverbote für den Bereich Wiener Platz und Prager Straße zugestellt.

Die Beamt*innen erhielten einer 15-jährigen deutschen Staatsangehörigen ein entsprechendes Verbot. Die Jugendliche war mehrfach mit Straftaten in dem Bereich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen Diebstahls mit Waffen, Hausfriedensbruch, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Aktuell haben damit insgesamt vier Personen ein Aufenthaltsverbot für den Bereich, jeweils befristet auf drei Monate.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 18.11.2025

Vorfall vom 28. Oktober 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Löbtau

Tunesischer Staatsbürger mit Messer verletzt

Die Dresdner Polizei ermittelt derzeit gegen zwei deutsche Staatsbürger (26, 35) wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten die Männer am Dienstagnachmittag in einer Straßenbahn der Linie 12 mit einem 35-jährigen tunesischen Staatsbürger in Streit. In der Folge verletzten sie ihn mit einem Messer am Hals. Der Mann wurde umgehend in ein Dresdner Krankenhaus gebracht.

Zeug*innen alarmierten die Polizei. Die sofort eingesetzten Beamt*innen nahmen den 26-jährigen Tatverdächtigen auf der Wernerstraße fest, sein 35-jähriger Komplize wurde wenig später im Bereich der Baluschekstraße festgenommen. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt.

Beide Tatverdächtigen standen unter erheblichem Alkoholeinfluss (26-Jähriger: 2,6 Promille, 35-Jähriger: 3,2 Promille) und befinden sich aktuell im Polizeigewahrsam.

Da beide Täter in der Vergangenheit bereits mit politisch motivierten Straftaten in Erscheinung getreten sind und dem rechten Spektrum zugeordnet werden, hat der Staatsschutz der Dresdner Polizei die weiteren Ermittlungen übernommen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 28.10.2025

Vorfall vom 27. Oktober 2025 | Stadt Dresden

Dresden - Innere Altstadt

Familie rassistisch beleidigt

In einer Straßenbahn wurden ein 31-jähriger Mann, dessen 37-jährige Ehefrau sowie ihr einjähriges Kind von einem Unbekannten rassistisch beleidgt. Der Vorfall ereignete sich in einer Bahn der Linie 1 zwischen den Haltestellen "Altmarkt" und "Zwinglistraße". Als eine Zeugin des Vorfalls daraufhin den Notruf wählte, verließ der Täter die Straßenbahn und flüchtete.

Quelle: Polizeidirektion Dresden, 28.10.2025