Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 25. April 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Sonnenberg

Frau geschlagen und verfassungsfeindliche Parole gerufen

Am Samstagabend dem 25. April 2026 informierte ein Zeuge die Polizei nachdem er beobachtet hatte, wie ein Mann eine Frau in der Glockenstraße schlug, trat und anschließend eine verfassungsfeindliche Parole rief.

Die Polizei konnte den 35-Jährigen Mann in der Nähe stellen. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen. Die Frau hatte den Ort schon verlassen, deswegen sucht die olizei nun nach weiteren Zeug*innen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 26.04.2026

Vorfall vom 21. April 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Hakenkreuz gemalt

Im Chemnitzer Zentrum haben Personen an Laternen-Mästen ein Hakenkreuz und weitere rechte Schriftzüge geschmiert.

Quelle: Zeug*innen

Vorfall vom 17. April 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Bernsdorf

Rassistisch motivierte Körperverletzung

Am Abend des 17. April beleidigten und bedrohten drei Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren zwei Mädchen (16 und 14 Jahre alt) in der Bernsdorfer Straße rassistisch. Anschließend schlug ein 17-jähriger Begleiter der Gruppe das 16-jährige Mädchen mit einem Schlagring. Die Polizei stellte die Tatverdächtigen wenig später in einem nahegelegenen Netto. Beim 17-Jährigen wurde die verbotene Waffe sichergestellt. Das Dezernat Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 17.04.2026; TAG24

Vorfall vom 8. März 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Bernsdorf

Verfassungsfeindliche Geste gezeigt

Ein 17-Jähriger zeigte auf der Reichenhainer Straße den Hitlergruß in Richtung eines vorbeifahrenden Funkstreifenwagens. Daraufhin wurde der Jugendliche von den Einsatzkräften gestellt und erhielt eine Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Anschließend wurde er an seine Erziehungsberechtigten übergeben.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz / Freie Presse, 10.03.2026

Vorfall vom 7. März 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Kappel

Reizgas in Straßenbahn gesprüht und Parolen skandiert

Am Abend des 7. März versprühte ein Mann Reizgas in einer Straßenbahn der Linie 4. Zuvor soll er während der Fahrt mit einem Messer hantiert haben. Nachdem ein Fahrgast daraufhin die Polizei alarmiert hatte, konnten Einsatzkräfte den 39-jährigen Tatverdächtigen an der Haltestelle Haydnstraße in der Straßenbahn stellen.

Bei ihm wurden Reizgas, ein verbotenes Messer sowie ein Schlagring sichergestellt. Ein 12-Jähriger erlitt durch das versprühte Reizgas leichte Reizungen. Während der polizeilichen Maßnahmen skandierte der Mann zudem verfassungsfeindliche Parolen.

Die Polizei nahm den Mann vorübergehend in Gewahrsam und ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz / Freie Presse / TAG24, 08.03.2026

Vorfall vom 6. März 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Hilbersdorf

Indizierte Lieder abgespielt

Am Abend des 6. März spielten zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren indizierte Lieder in einer Parkanlage hinter einem Einkaufscenter am Thomas-Mann-Platz ab. Ein Sicherheitsmitarbeiter des Centers wurde darauf aufmerksam und verständigte die Polizei. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf eine Gruppe von insgesamt 13 Personen.

Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen die beiden Jugendlichen ein. Gegen die übrigen Personen wurden zudem Platzverweise ausgesprochen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 07.03.2026

Vorfall vom 16. Februar 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Altendorf

Rechte Schmierereien

Am Vormittag des 16. Februar entdeckten Zeug*innen auf einem Radweg in Chemnitz-Altendorf mehrere zum Teil verfassungsfeindliche Schmierereien.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 17.02.2026

Vorfall vom 10. Februar 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Bernsdorf

Angriff und rechte Parolen

Am 10. Februar wurde ein 41‑jähriger Mann in der Straßenbahnlinie 2 von einem unbekannten Täter zunächst verbal beleidigt und bedroht. Nach einem darauffolgenden Wortgefecht stieg der Betroffene an der Haltestelle Augsburger Straße aus, wohin ihm der Täter folgte und begann, auf ihn einzuschlagen und einzutreten, bis Passant*innen ihm zu Hilfe kamen. In der Folge floh der Täter die Bernsdorfer Straße entlang.

Während des Vorfalls äußerte der Täter mehrfach rechtsmotivierte Parolen, weshalb u.a. Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen wurden.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 11.02.2026

Vorfall vom 5. Februar 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Bernsdorf

Hitlergruß gezeigt und rassistische Parole skandiert

Am Abend des 5. Februar wurde ein 24-Jähriger Mann dabei beobachtet, wie er aus einer Gruppe heraus den Hitlergruß zeigte und rassistische Parolen skandierte. Alamierte Polizeikräfte sprachen der Gruppe kurz darauf einen Platzverweis aus.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 06.02.2026

Vorfall vom 29. Januar 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Hutholz

Verfassungswidrige Parole gerufen

Am Abend des 29. Januar alamierten Zeug*innen die Polizei nachdem ein Mann in einer Straßenbahn eine verfassungsfeindliche Parole skandierte. Er konnte kurze Zeit später gestellt werden und erhielt eine Anzeige wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 30.01.2026

Vorfall vom 27. Dezember 2025 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Zentrum

Angriff nach Zurechtweisung

Nachdem ein Passant einen anderen Mann ansprach, weil dieser in der Öffentlichkeit urinierte, wurde er von ihm rassistisch beleidigt und geschlagen. Der nach dem Angriff flüchtende Täter konnte wenig später von herbeigerufenen Poliziekräften gestellt werden und erhielt eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 28.12.2025

Vorfall vom 22. Dezember 2025 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Schloßchemnitz

Pavillon beschmiert

Unbekannte haben an einem Pavillon im Chemnitzer Nordpark mehrere Graffiti mit Bezug zu einem deutschen Ableger einer ukrainischen Neonaziorganistion hinterlassen. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet und die Schmierereien entfernt.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 22. Dezember 2025 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Zentrum

Verfassungsfeindliche Parolen gerufen

Am Abend des 22. Dezember wurde die Polizei darüber informiert, dass an der Kaßbergauffahrt mehrere Jugendliche verfassungsfeindliche Parolen gerufen hätten. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf den 60-jährigen Hinweisgeber sowie drei jugendliche Tatverdächtige, die bis zum Eintreffen der Polizei durch den Zeugen festgehalten worden waren.

Die Polizei fertigte in der Folge Anzeigen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen die drei 15 Jährigen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 23.12.2025

Vorfall vom 20. Dezember 2025 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Zentrum

Verfassungsfeindliche Parolen auf der Reitbahnstraße

Nachdem aus einer Personengruppe, die sich auf der Südbahnstraße bewegte, mehrfach „Sieg Heil“ skandiert wurde, konnte die Polizei in der Folge vier Verdächtige im Alter zwischen 15 und 20 Jahren feststellen und entsprechende Anzeigen gegen sie aufnehmen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 21.12.2025

Vorfall vom 7. Dezember 2025 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Altchemnitz

Auseinandersetzung mit Security-Personal

In den frühen Morgenstunden des 07. Dezembers verweigerte das Security-Personal einer Lokalität in der Reichenhainer Straße einer mindestens dreiköpfigen Personengruppe den Zutritt. Daraufhin äußerte ein Mitglied der Gruppe eine rassistische Beleidigung gegenüber einem 32‑jährigen Sicherheitsmitarbeiter und warf Flaschen in Richtung der Security.

Herbeigerufene Polizeikräfte konnten daraufhin drei Tatverdächtige im alter von 33, 36 und 48 Jahren feststellen. Im Zuge einer anschließenden Durchsuchung wurde bei dem 36‑Jährigen ein mitgeführter Schlagstock sichergestellt. Da er zudem eine Poliziebeamtin beleidigte, erhielt er eine entsprechende Anzeige.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 09.12.2025