Chronik

Die Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Vorfälle in Sachsen. Genannt werden nicht nur Angriffe, sondern auch Vorfälle, wie Sachbeschädigungen, Schmierereien oder rechte Propagandaaktionen. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier veröffentlichten Angriffe fließen auch in die Statistik ein. Nicht alle in die Statistik aufgenommene Angriffe finden sich jedoch in der Chronik wieder: Angriffe die nicht polizeibekannt sind, werden nicht veröffentlicht, ebensowenig Angriffe, die nicht bereits öffentlich sind und die Betroffenen dies nicht wünschen. Die Vorfälle können nach Landkreisen und Zeiträumen gefiltert betrachtet werden.

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Vorfall vom 4. Juli 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Hutholz

Verfassungsfeindliche Parole gerufen

Mehrere Zeug*innen meldeten der Polizei am Abend des 04. Juli einen Mann, der in der Marie-Tilch-Straße und später in der Walter-Ranft-Straße mehrfach verfassungsfeindliche Parolen gerufen hatte. Beamt*innen konnten den 46-Jährigen Tatverdächtigen stellen und leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

Quelle: Freie Presse vom 05.07.2026, Polizeidirektion Chemnitz vom 05.07.2026

Vorfall vom 4. Juli 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Angriffe auf Teilnehmende des CSDs

Wie aus Meldungen der Polizei sowie der Lokalpresse hervorgeht, kam es während der diesjährigen CSD-Demonstartion in Chemnitz zu mehreren Angriffen. So warf eine unbekannte Person kurz nach dem Start der Parade Eier aus einem Fenster an der Karl-Liebknecht-Straße auf Teilnehmende, wobei eine Person im Rollstuhl am Arm getroffen und leicht verletzt wurde.

Im weiteren Verlauf der Demonstration wurde zudem eine Person am Johannisplatz von einem 23-jährigen Mann gestoßen, der die Teilnehmer*innen des CSDs zuvor lautstark beschimpft hatte.

Quelle: Freie Presse vom 06.07.2026

Vorfall vom 29. Juni 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Personengruppe nach Public Viewing verfolgt und angegriffen

Laut Berichten von Augenzeug*innen kam es im Anschluss an ein Public Viewing in Chemnitz zu einem rechtsmotivierten Angriff auf eine fünfköpfige Gruppe von Migranten. Die Betroffenen hatten zuvor die deutsche Nationalmannschaft angefeuert, woraufhin sie von anderen Anwesenden zunächst beleidigt und provoziert worden waren.

Als darafhin der Sicherheitsdienst einschritt und die Gruppe vom Veranstaltungsgelände verwies, setzten ihr etwa 20 Personen nach, die u.a. rassistische und antisemitische Beleidigungen skandierten sowie Warnbarken und Steine in Richtung der Flüchtenden warfen.

Quelle: Augenzeug*innenbericht

Vorfall vom 13. Juni 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Kaßberg

Verfassungsfeindliche Parole gerufen

Am Abend des 13. Juni geriet ein ein 36-jähriger Gast in einer Lokalität in der Barbarossastraße auf dem Chemnitzer Kaßberg mit dem Inhaber in Streit, nachdem er Gläser beschädigt hatte. Dabei skandierte er mehrfach eine verfassungsfeindliche Parole. Hinzugerufene Polizeikräfte leiteten in der Folge ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung gegen ihn ein.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 14.06.2026

Vorfall vom 30. Mai 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Verfassungsfeindliche Geste

Am Abend des 30. Mai zeigte ein 49-jähriger Mann in der Straße der Nationen den Hitlergruß in Richtung von Polizeibeamt*innen und erhielt daraufhin eine Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 31.05.2026

Vorfall vom 23. Mai 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Bernsdorf

Beleidigungen aus PKW

Eine Person wurde aus einem mehrfach an ihr vorbeifahrenden Auto rassistisch und misogyn beleidigt.

Quelle: Zeug*in

Vorfall vom 14. Mai 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Grüna

Bedrohung von Jugendlichen und rechte Symbole am "Männertag"

Am Himmelfahrtstag bewegte sich eine Männergruppe mit einem Bollerwagen durch den Ortsteil Grüna und bedrohte dabei mehrere Jugendliche. Nachdem sich diese jedoch nicht in eine Konfrontation verwickeln ließen, sondern die Polizie riefen, konnte die Gruppe wenig später auf einem Waldweg gestellt werden. Bei der anschließend durchgeführten Polizeimaßnahme beschlagnahmten die Einsatzkräfte zwei Becher mit aufgebrachte Hakenkreuzen und SS-Runen sowie zwei Warnwesten, auf denen ebefalls verbotene rechte Symbole aufgebracht waren.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 15.05.2026

Vorfall vom 25. April 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Sonnenberg

Frau geschlagen und verfassungsfeindliche Parole gerufen

Am Abend des 25. April informierte ein Zeuge die Polizei, nachdem er beobachtet hatte, wie ein Mann in der Glockenstraße auf eine Frau einschlug und -trat sowie anschließend eine verfassungsfeindliche Parole skandierte.

Einsatzkräfte konnten in der Folge einen 35-jährigen Tatverdächtigen stellen, gegen den Ermittlungen wegen Körperverletzung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen wurden.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 26.04.2026

Vorfall vom 21. April 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz

Hakenkreuz geschmiert

Im Chemnitzer Stadtzentrum haben Unbekannte ein Hakenkreuz sowie weitere rechte Schriftzüge an mehreren Laternen-Masten angebracht.

Quelle: Zeug*innen

Vorfall vom 17. April 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Bernsdorf

Rassistisch motivierte Körperverletzung

Am Abend des 17. April wurden zwei afghanische Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren, die auf der Bernsdorfer Straße unterwegs waren, zunächst von zwei weiteren Jugendlichen rassistisch beleidigt und bedroht. Anschließend schlug deren 17-jähriger Begleiter das 16-jährige Mädchen mit einem Schlagring, wodurch sie leichte Verletzungen erlitt. Die herbeigerufene Polizei konnte die Gruppe der Verdächtigen wenig später in einem nahegelegenen Netto-Markt stellen und die verbotene Tatwaffe sicherstellen. Das Dezernat Staatsschutz ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz, 17.04.2026; TAG24

Vorfall vom 15. April 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Kaßberg

Hakenkreuzschmierereien in Gartenanlage

Am Morgen des 15. April stellten Anwohner*innen auf den Gehwegen einer Gartensparte mehrere Hakenkreuze und andere rechte Schmierereien fest, die auf den Boden und auf Baumstämme gesprüht wurden. Die hinzugerufene Polizei nahm den Vorfall auf und entfernte die verfassungsfeindlichen Symbole.

Quelle: Zeug*innenbericht

Vorfall vom 14. März 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Altendorf

Person geschlagen

Laut einer kleinen Anfrage im sächsischen Landtag zu Straftaten im Phänomenbereich "Politisch motivierte Kriminalität - rechts" am 14. März eine Person aus rassistischen Motiven körperlich angegriffen.

Quelle: Kleine Anfrage, Drs.-Nr.: 8/6849

Vorfall vom 8. März 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Bernsdorf

Verfassungsfeindliche Geste gezeigt

Ein 17-Jähriger zeigte auf der Reichenhainer Straße den Hitlergruß in Richtung eines vorbeifahrenden Funkstreifenwagens. Daraufhin wurde der Jugendliche von den Einsatzkräften gestellt und erhielt eine Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Anschließend wurde er an seine Erziehungsberechtigten übergeben.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz / Freie Presse, 10.03.2026

Vorfall vom 7. März 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Schloßchemnitz

Person geschlagen

Laut einer kleinen Anfrage im sächsischen Landtag zu Straftaten im Phänomenbereich "Politisch motivierte Kriminalität - rechts" wurde am 7. März eine Person aus rassistischen Motiven körperlich angegriffen.

Quelle: Kleine Anfrage, Drs.-Nr.: 8/6849

Vorfall vom 7. März 2026 | Stadt Chemnitz

Chemnitz - Kappel

Reizgas in Straßenbahn gesprüht und Parolen skandiert

Am Abend des 7. März versprühte ein Mann Reizgas in einer Straßenbahn der Linie 4. Zuvor soll er während der Fahrt mit einem Messer hantiert haben. Nachdem ein Fahrgast daraufhin die Polizei alarmiert hatte, konnten Einsatzkräfte den 39-jährigen Tatverdächtigen an der Haltestelle Haydnstraße in der Straßenbahn stellen.

Bei ihm wurden Reizgas, ein verbotenes Messer sowie ein Schlagring sichergestellt. Ein 12-Jähriger erlitt durch das versprühte Reizgas leichte Reizungen. Während der polizeilichen Maßnahmen skandierte der Mann zudem verfassungsfeindliche Parolen.

Die Polizei nahm den Mann vorübergehend in Gewahrsam und ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Polizeidirektion Chemnitz / Freie Presse / TAG24, 08.03.2026