Meldung 4. Mai 2020

Wir suchen zwei Berater*innen für unseren neuen Standort Görlitz

RAA Sachsen e.V. sucht für das Opferberatungs-Projekt: „Support für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt“ zwei Berater*innen für den neuen Standort Görlitz.

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Die RAA Sachsen e.V. hat es sich als landesweiter Träger zur Aufgabe gemacht, eine demokratische und tolerante Gesellschaft zu fördern. Dies betreiben wir aktiv in verschiedenen Arbeitsgebieten auf der praktischen und der politischen Ebene. Mit einem multiprofessionellen Team reagieren wir auf gesellschaftliche Prozesse, geben Denkanstöße und stehen als Partner für Kinder und Jugendliche, Fachkräfte der sozialen Arbeit, Betroffene rechter und rassistischer Gewalt, Schulen, gesellschaftliche Initiativen, Politik und weitere interessierte Menschen zur Verfügung. Die RAA Sachsen e.V. versteht sich selbst als Initiatorin, Motor, Beraterin, Helferin und Unterstützerin.

Das Projekt Opferberatung innerhalb des RAA Sachsen e.V. unterstützt seit 2005 Betroffene rechtsmotivierter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, deren Angehörige sowie Zeug*innen. Zudem informieren wir regelmäßig über die Situation von Betroffenen in Sachsen und verweisen auf gesellschaftliche Zusammenhänge solcher Angriffe. Damit leisten wir einen Beitrag für eine inklusive Gesellschaft, in der Formen der Ungleichwertigkeit entschlossen entgegengetreten wird.

Für die Eröffnung eines neuen Büros am Standort Görlitz suchen wir zusätzlich zum 01.06.2020 zwei Berater*innen.

Aufgaben des*r Berater*in:

  • psychosoziale Beratungstätigkeit Betroffener, deren Angehörigen und Zeug*innen im den Landkreisen Görlitz und Bautzen

  • Betreuung und Begleitung in juristischen Zusammenhängen

  • Gremien- und Netzwerkarbeit, sowie lokale Intervention

  • Recherche und Dokumentation rechtsmotivierter Angriffe

  • Mitwirkung am Berichtswesen und der Statistik

Zusätzliche Aufgaben im Rahmen

  • Aufbau des Bürostandorts in Görlitz (Büroeröffnung, Büromanagement, etc.)

  • Erarbeitung eines Netzwerk- und Kooperationskonzepts sowie eines Öffentlichkeitsarbeitskonzepts für die Landkreise Görlitz und Bautzen in enger Kooperation mit der Projektleitung in Dresden

  • Intensive Netzwerkarbeit zur Etablierung des Projektstandorts in der Region

Wir suchen eine*n Mitarbeiter*in mit möglichst folgendem Kompetenzprofil:

  • Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss in den Bereichen Sozialwissenschaften, Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit bzw. adäquate Kenntnisse durch entsprechende Berufserfahrung im sozialpädagogischen / -arbeiterischen Bereich

  • Kenntnisse im Bereich Rechtsextremismus und Rassismus sowie der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF)

  • Kenntnis von rechtlichen Grundlagen der Arbeit (Straf-, Sozial- und Ausländerrecht)

  • gute Kommunikations-, Handlungs- und Konfliktlösungsfähigkeiten

  • selbständiges, eigenverantwortliches Arbeiten

  • Einsatzbereitschaft, Flexibilität, Mobilität und Teamfähigkeit

  • Um den aufsuchenden Projektansatz zu gewährleisten, benötigt mindestens eine*r der Berater*innen einen Führerschein. 

Von Vorteil sind:

  • Fremdsprachenkenntnisse

  • Fahrerlaubnis aufgrund der aufsuchenden Beratungsarbeit

  • regionale Verankerung in beruflichen Zusammenhängen und fundierte Kenntnisse relevanter regionaler Strukturen

  • Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Institutionen, Behörden, regionalen Trägern und Initiativen sowie sonstigen Gremien im Arbeitsfeld

  • Erfahrungen mit psychosozialer Beratung

Was wir bieten:

  • Zwei 25h-Beschäftigungsverhältnisse mit einer Perspektive bis mindestens Ende 2022

  • Vergütung angelehnt an TV-L, Entgeltgruppe 10

  • Arbeiten in einem 2er Team

  • Flache Hierarchien und viele Mitgestaltungsmöglichkeiten im Träger

  • Engagiertes und kreatives Gesamtteam

  • Flexible Arbeitszeiten

  • Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten

Marginalisierte Perspektiven/eigene Diskriminierungserfahrungen stellen bei der Arbeit an der Seite von Betroffenen rechtsmotivierter Gewalt eine Ressource dar. Wir ermutigen deshalb insbesondere Migrant*innen, People of Color, Juden und Jüdinnen, Rom*nja und Sinte*zza, Schwarze Menschen, Muslim*innen sowie Menschen mit Behinderungen zu einer Bewerbung. Bei gleicher Qualifikation werden diese bevorzugt eingestellt.

Sollten Sie unsicher sein mit Ihrer Bewerbung oder allgemeine Fragen zur Ausschreibung haben, melden Sie sich gern bei uns. Ihr Ansprechpartner ist Robert Kusche, 0351/5002567, robert.kusche@raa-sachsen.de

Informationen zum Bewerbungsverfahren:

  • Es handelt sich um ein weitestgehend anonymisiertes Bewerbungsverfahren. Sollten Sie Interesse haben sich zu bewerben, denn füllen sie folgendes Bewerbungsformular aus:

  • Alle Nachweise über Abschlüsse, Empfehlungen, Arbeitszeugnisse werden erst bei dem Einstellungsgespräch benötigt.

  • Bitte laden Sie nur Ihr ausgefülltes Bewerbungsformular bis zum 17. Mai hoch. Nutzen Sie bitte dafür folgenden Link.

  • Bewerbungsgespräche sind für Ende Mai 2020 in Dresden geplant. Die Besetzung der Stelle soll möglichst zum 1. Juni erfolgen, vorbehaltlich der Zusage der Fördermittel durch den Mittelgeber. Das Projekt Opferberatung Support wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ sowie durch Mittel des Freistaat Sachsens.

Information zum Datenschutz

Ihre personenbezogenen Daten werden nur für den Zweck des Bewerbungsverfahrens verwendet und gespeichert. Eine Übermittlung an Dritte zu anderen als den genannten Zwecken findet nicht statt. Wir halten uns an die Grundsätze der Datenvermeidung und Datensparsamkeit. Nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens werden Ihre Daten wieder gelöscht. Die temporäre Speicherung erfolgt unter Anwendung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO um die Sicherheit Ihrer personenbezogenen Daten zu gewährleisten.

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