RAA Sachsen Opferberatung

Unterstützung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt

Aktuelles

Solidarität nach erneutem rassistischen Angriff auf Familie bei Leipzig

Es ist der zweite Angriff auf den Menschenrechtsaktivisten innerhalb weniger Wochen. Zwei maskierte Männer versuchten in der Nacht des 1. September gewaltsam in die Wohnung von J. M. einzudringen, in der sich zu diesem Zeitpunkt die Ehefrau mit den fünf Kindern aufhielten. Der Vorfall ereignete sich in einer sächsischen Gemeinde bei Leipzig.

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Opferberatungsstellen befürchten weitere rassistische und rechte Angriffe

„Wir brauchen jetzt endlich dauerhafte gesellschaftliche und politische Solidarität mit Opfern rassistischer, rechter und antisemitischer Gewalt. Leugnen, Verharmlosen und Kleinreden stärkt hingegen die Täter*innen.“

Die unabhängigen Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt verzeichnen derzeit ein besorgniserregendes Ausmaß politisch rechts, rassistisch und antisemitisch motivierter Gewalt. Dies gilt nicht nur für Chemnitz und Sachsen, sondern auch bundesweit. „Seit Beginn der rassistischen Mobilisierungen durch Pro Chemnitz, PEGIDA, AfD und organisierte Neonazis, die den gewaltsamen Tod des 35-jährigen Daniel H. in Chemnitz instrumentalisieren, fühlen sich organisierte Rassist*innen und Neonazis überall in Deutschland ermutigt“, warnt Robert Kusche vom Vorstand des Verbands der Opferberatungsstellen (VBRG). „Für die Angegriffenen – insbesondere Migrant*innen, Geflüchtete, Schwarze Deutsche und Menschen, die sich gegen Neonazismus und für Geflüchtete engagieren – ist es ein weiterer Schlag ins Gesicht, wenn rechte Gewalt und rassistische Hetzjagden durch politisch Verantwortliche geleugnet werden. „Damit werden die Täter*innen gestärkt und den Opfern wird signalisiert, dass ihre Erfahrungen, ihre Angst und ihre Verletzungen nicht relevant sind,“ kritisiert Robert Kusche. „Wir brauchen dringend klare Signale politischer Solidarität für die Opfer rechter und rassistischer Gewalt. Leugnen, Verharmlosen und Kleinreden stärkt hingegen die Täter und ihre Sympathisant*innen“, betont Robert Kusche

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Chemnitz: eine erste Bilanz

Chemnitz: Mehr als 30 Angriffe in einer Woche im Zuge rechter Demonstrationen

Mehrere tausend Rassist*innen, Rechte und Neonazis gingen in der letzten Woche in Chemnitz auf die Straße. Bei vier Demonstrationen von AfD, Pro Chemnitz und Pegida instrumentalisierten sie die Tötung eines Menschen um gegen Geflüchtete, Migrant*innen, Linke und Medien zu hetzen und Gewalt auszuüben.

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Erneut rassistisch motivierter Angriff auf Menschenrechtler bei Leipzig

Zwei maskierte Männer haben in der Nacht zu Samstag versucht, gewaltsam in die Wohnung von M. einzubrechen, einem Menschenrechtsverteidiger aus der pakistanischen Provinz Belutschistan. Die Ehefrau von M. war zu diesem Zeitpunkt mit den fünf Kindern alleine in der Wohnung. Der Vorfall ereignete sich in einer sächsischen Gemeinde bei Leipzig.

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Chemnitz

Die Wirkebenen rechter Gewalt werden nach den Angriffen auf People of Colour und Gegendemonstranten in Chemnitz mehr und mehr spürbar. So sind nicht nur die einzelnen Menschen Betroffen, welche direkt angegriffen und verletzt wurden. Die Wirkung strahlt nunmehr auf die gesamte Gruppe von People of Colour in Chemnitz aus. Diese berichten von Verunsicherung und Angst, sich im Stadtgebiet aufzuhalten.

"So etwas hat es in den letzten 10 Jahren noch nie gegeben, dass ich mir überlegen muss, ob ich das Haus verlassen sollte und so geht es vielen meiner Bekannten", berichtete eine Sprachmittlerin, welche uns bei der Beratungsarbeit unterstützt.

Letztlich sind die Übergriffe und die erlebte Kapitulation des Rechtsstaates, Angriffe auf die Menschenrechte und die nicht verhandelbaren Grundwerte unseres Zusammenlebens.

Aktuell sammeln und sortieren wir noch die uns und anderen gemeldeten Angriffe vom Sonntag und Montag und können dazu sicherlich Anfang der kommenden Woche einen fundierten Überblick geben.

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Opferberatung erwartet, dass rassistische Hetzjagden in Chemnitz und anderswo unterbunden werden

Support für Betroffene rechter Gewalt des RAA Sachsen e.V ist eine unabhängige Beratungsstelle in Sachsen. Wir beraten und unterstützen seit mehr als 13 Jahren Betroffene rassistischer und rechter Angriffe. Daher wissen wir, dass in Chemnitz extrem rechte Hooligans, Neonazis, darunter NSU-Helfer und Blood&Honour-Aktivisten, seit Jahren für Bedrohungen, Angriffe und Gewalttaten gegen Migrant*innen, Flüchtlinge und politisch Engagierte verantwortlich sind. Die Brutalität der Chemnitzer extremen Rechten hat sich gestern bei der rassistischen Menschenjagd unübersehbar für die Öffentlichkeit und Medien gezeigt.

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Anfeindungen nach rassistischem Übergriff

Die Opferberatung der RAA Sachsen e.V. solidarisiert sich mit Jawad M.

Am 08.07. wurde der Pakistani Jawad M. nach dem Besuch der MDR-Sputnik Heimattour in Bad Düben rassistisch beleidigt und später durch mehrere Täter angegriffen und schwer verletzt. Der Betroffene musste operiert und mehrere Tage stationär versorgt werden, eine weitere Operation steht noch aus.

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