2.11.-14.12 16: Veranstaltungsreihe "Sachsen als Keimzelle rechten Terrors? – Ausmaß, Ursachen und Gegenentwürfe."

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Faltblatt

Der RAA Sachsen e.V., das Hausprojekt Mangelwirtschaft und das Kulturbüro Sachsen e.V. veranstalten vom 02. November bis 14. Dezember 2016 eine Reihe mit insgesamt fünf Veranstaltungen in Zusammenarbeit und zur Unterstützung von Betroffenen der Angriffe durch die terroristische Vereinigung "Bürgerwehr FTL/360". Ein zentrales Anliegen der Veranstalter*innen ist es, auf die Perspektive der Betroffenen aufmerksam zu machen, diese sicht-und hörbar zu machen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltungstermine können Sie dem Die Veranstaltungstermine können Sie dem Faltblatt (.PDF, 340KB) entnehmen.

Hiermit laden wir Sie und euch recht herzlich zur ersten Veranstaltung der Reihe ein:

Nächste Veranstaltung: Dienstag, 08.11.2016 um 20.00 Uhr

Titel:    Pegida und der politische Rechtsruck – Spiegel und Projektionsfläche
gesellschaftlicher Krisen und Konflikte?

Ort:    Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4 a, Dresden-Friedrichstadt

In Kooperation mit den Autor*innen und Herausgeber*innen  des  Buches  „Pegida  als  Spiegel  und 
Projektionsfläche“ und dem riesa efau.

Inhalt:    Die von Pegida, der AfD und Anderen mobilisierten  rechten  Themen  wie  die  Verteidigung  einer  ‚nationalen  Identität‘  und  ‚abendländischen  Kultur‘,  die  sie  durch  Geflüchtete  bedroht  sehen, finden zunehmend Eingang in die Agenden etablierter Parteien. Dort, wo die schwelende finanz- und  Staatsschuldenkrise,  die  Destabilisierung  der  Europäischen union, die fehlende Zukunftsfestigkeit der Sozialsysteme oder die Eskalation geopolitischer Konflikte uns alle vor drängende Herausforderungen  stellen,  werden  auf  der  politischen  Bühne z.B. das Burka-Verbot oder die erneute Verschärfung der Asylgesetzgebung zum Wahlkampf- und Debattenthema.

Zugleich  grenzen  sich  demokratische  Parteien, die Forderungen  von  rechts  zumindest  diskussionswürdig finden und so Ressentiments stärken, vehement  vom  rassistischen  ‚Pack‘  bei  Pegida  &  co.  ab  und  führen  Stellvertreterdiskurse,  hinter  denen ernsthafte Krisen, Konfliktlagen und Fragestellungen zurück bleiben.

Die Befunde einer Forscher*innengruppe um den Dresdener  Soziologen  Dr.  Tino  Heim  zu  diesen  Themen werden in einer offenen fishbowl-Diskussion  vorgestellt  und  Alternativen  im  umgang  mit den  von  Pegida  artikulierten  Problemen  jenseits
der  Aufwertung  rechtspopulistischer  Positionen,  oder bloßer Ab- und Ausgrenzung, diskutiert.

Antidiskriminierungsregel

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind,
den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

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