Ausstellung "Die verschwiegenen Toten" im Treibhaus Döbeln

veröffentlicht am

In Leipzig wurden mindestens acht Menschen Opfer rechtsmotivierter Gewalt; hinzu kommen zwei Verdachtsfälle. Die Ausstellung “Die verschwiegenen Toten – Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig” will für die offizielle Anerkennung der Toten als “Opfer rechter Gewalt” eintreten. Die Stadt liegt nach den aktuellen Recherchen bundesweit hinter Berlin und Lübeck an zweiter Stelle rechtsmotivierter Morde.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung soll neben einem bundesweiten Blick auf rechte Morde spezifisch auf Leipzig und Sachsen geschaut werden. Neben der exemplarischen Vorstellung einiger Beispiele, soll es um den staatlichen und gesellschaftlichen Umgang mit Betroffenen rechtsmotivierter Gewalt gehen. Des Weiteren werden Ansätze und Möglichkeiten alternativer Gedenkpolitik vorgestellt.

Die Ausstellung, die vom Landespräventionsrat Sachsen und der Kampagne “Rassismus Tötet” unterstützt wird, ist bis Donnerstag, 5. Februar, zu sehen. An diesem Abend wird es wiederum einen Rundgang sowie ab 19 Uhr einen abschließenden Vortrag zum Mord an Andre K., einem spezifischen Fall aus der Region, geben.

27.01. Ausstellungseröffnung: 18 Uhr Rundgang, 19 Uhr Vortrag zu rechten Morden

05.02. Ausstellungsende: 18 Uhr Rundgang, 19 Uhr Vortrag zum Mord an Andre K. (Oschatz 2011)

Zurück