Ausstellung "Die verschwiegenen Toten. Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig seit 1990"

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Seit 1990 zählt die Amadeu-Antonio-Stiftung mindestens 184 Todesopfer “rechter Gewalt” in Deutschland. In Leipzig wurden mindestens acht Menschen Opfer rechts-motivierter Gewalt; hinzu kommen zwei Verdachtsfälle. Damit weist Leipzig im bundesweiten Vergleich die zweithöhste Zahl an rechtsmotivierten Morden auf. Mit der Ausstellung „Die verschwiegenen Toten – Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“ will der Initiativkreis Antirassismus für die offizielle Anerkennung der Toten als “Opfer rechter Gewalt” eintreten und dem Schweigen über dieses Thema entgegentreten. Die einzelnen Morde erfordern eine kritische Auseinandersetzung mit deren Ursachen in unserer Gesellschaft, die diese Taten erst ermöglicht haben. Die Opfer verdienen es, sich ihrer zu erinnern.

Im Rahmen der Ausstellung soll über die Dimension rechter Gewalt in Deutschland und im Besonderen in Leipzig gesprochen werden. Zudem wird der politische, juristische und gesellschaftliche Umgang mit den Betroffenen und ihren Angehörigen transparent gemacht und die Notwendigkeit des aktiven Gedenkens an die Getöteten thematisiert.

Ausstellung vom 11.05.-24.05. im Pöge-Haus (Hedwigstaße 20 Leipzig)

Eröffnung: 11.05., 19 Uhr mit Eröffnungsvortrag und Rundgang

Öffnungszeiten: Montag und Dienstag 13-19 Uhr, Samstag und Sonntag 12-20 Uhr

Ausstellung vom 26.05.-26.06. in der HTWK-Bibliothek (Gustav-Freytag-Straße 40)

Eröffnung: 26.05., 17 Uhr Eröffnungsvortrag und Rundgang

Öffnungszeiten: Montag-Freitag 09-20 Uhr, Samstag 09-16 Uhr

Ausstellung vom 14.08.-20.08. im Conne Island (Koburger Straße 3)

Eröffnung: 14.08., 19 Uhr Eröffnungsvortrag und Rundgang

Öffnungszeiten: täglich 16-20 Uhr

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