Die folgende Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Aktivitäten in Sachsen. Genannt werden nicht nur Übergriffe, sondern auch Propagandadelikte und Veranstaltungen wie Demonstrationen und Konzerte. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich Betroffene oft aus Angst vor weiteren Einschüchterungen weder an die Polizei noch an die Beratungsstellen wenden, gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Nicht gelistet werden Übergriffe, von denen wir zwar Kenntnis erlangt haben, die aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden.  Die Vorfälle können nach Landkreisen gefiltert betrachtet werden.

3627 Einträge in der gesamten Chronik

: Leipzig-Schönefeld (Stadt Leipzig)

Mann mit Banane beworfen

Ein Mann aus Kamerun wurde aus seiner Nachbarwohnung heraus mit einer Banane beworfen, als dieser gerade zur Straßenbahnhaltestelle lief. Er sei Rassismus in Leipzig gewöhnt und reagierte darauf, indem er die Banane aß. 

Quelle: Betroffener

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: Leipzig-Zentrum (Stadt Leipzig)

Bedrohungen auf dem Weihnachtsmarkt

Am Donnerstag rief ein vermutlich unter Drogen stehender Mann immer wieder "Ohne Hitler gäbe es euch gar nicht!" mitten auf dem belebten Augustusplatz und sprach eine Frau mit Kopftuch an. Zudem drohte er einer vorbeifahrenden Polizeistreife, diese mit einer Flasche zu bewerfen. Wenig später riss er am Gutenbergplatz eine Mülltonne aus der Verankerung und warf diese auf eine Radfahrerin, die nur knapp verfehlt wurde. Kurz darauf rannte er davon. 

Quelle: Augenzeug_innen

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: Dresden Wilsdruffer Vorstadt (Stadt Dresden)

Rassistischer Angriff in Straßenbahn

Am Mittwochabend gegen 20 Uhr stiegen ein Mann und eine Frau am Postplatz in eine Straßenbahn der Linie 6 in Richtung Niedersedlitz. Unmittelbar danach forderte der Mann lautstark, dass "alle Ausländer" die Straßenbahn zu verlassen hätten. Als der Mann von zwei Fahrgästen zur Rede gestellt wurde, darunter ein 40-jähriger Mann libyscher Herkunft, eskalierte die Situation. Sowohl der Mann, als auch die Frau schlugen nun auf den 40-Jährigen ein und verletzten ihn. Nach der Tat verließ das Duo unerkannt die Straßenbahn an der Haltestelle Jahnstraße.

Quelle: Polizei, Presse

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: Dresden Innere Altstadt (Stadt Dresden)

Übergriff bei PEGIDA

Als die Demonstration von PEGIDA am Montagabend eine Protestkundgebung an der Schinkelwache auf dem Theaterplatz passierte, versuchte der Anmelder der Kundgebung, die Teilnehmer*innen der PEGIDA-Demonstration an der Anfertigung von Bildaufnahmen zu hindern. Dabei geriet er an einen PEGIDA-Teilnehmer, der das Ablichten des Gegenprotests mit Gewalt durchsetzen wollte. In der Auseinandersetzung wurde der Kundgebungsleiter u.a. am Knie verletzt. Eine aufmerksame Polizistin beobachtete den Vorfall und sorgte für die Identitätsfeststellung des Täters.

Quelle: Zeug*innenbericht

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: Eilenburg (Nordsachsen)

"Afghanen dürfen hier nicht rein"

In den Sprachen Paschtu und Dari wurde auf einem Zettel an einem Eilenburger Getränkemarkt mitgeteilt, dass Afghanen den Laden nicht betreten dürften. Der Zettel habe sich laut Markinhaberin Helga L. nur an zwei bestimmte Afghanen gerichtet, die davor bei ihr geklaut hätten. In den sozialen Medien aber sorgte das pauschal anmutende Betretungsverbot für Empörung. 

Quelle: Presse

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