388 Einträge in der Chronik

: Delitzsch (Nordsachsen)

Queeres Projekt bepöbelt und bedrängt

Beim Mehrgenerationentag auf dem Marktplatz in Delitzsch werden Mitarbeiter_innen eines zivilgesellschaftlichen Vereines, welches sich mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt beschäftigt, von einem Neonazi bepöbelt und bedroht. Dieser trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "Defend Europe", einem Slogan der sogenannten "Identitären Bewegung". Als Halskette trägt er eine schwarze Sonne.

Nachdem er sich vor dem Stand des Vereines aufbaut und provozierend fragt, ob er jetzt angezeigt würde, mischt sich ein Aussteller vom benachbarten Tisch ein. Anstatt, dass er die Standnachbarn gegen den Neonazi verteidigt, relativiert er das offene Auftreten und die Einschüchterung, denn "es dürfe ja wohl noch jeder seine Meinung sagen" und "man wolle nicht, dass das Land verelende ". Ergänzt wird das mit dem obligatorischen Hinweis, er selber wäre kein Faschist, sondern "lediglich rechtskonservativ".

Als die Aussteller_innen beschließen unter diesen Umständen ihren Stand aufzugeben und den Ort zu verlassen, kommt es zu einem Handgemenge, wobei sie homosexuellenfeindlich beleidigt werden.

Quelle: Chronik.Le

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: Taucha (Nordsachsen)

Denkmal für die Opfer des Faschismus beschmiert

"Wohl über Nacht beschmierten unbekannte Täter das Denkmal für die Opfer des Faschismus mit einem in roter Farbe gehaltenen Schriftzug. Nachdem hierzu die zur Denkmalspflege zuständige Behörde der Stadt Taucha unterrichtet wurde, erfolgten bereits Schritte zu Bereinigung."

Quelle: Polizei

 

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: Taucha (Nordsachsen)

In Taucha ist die Außenmauer der ehemaligen Mitteldeutschen Motorenwerke mit diversen rechten und neonazistischen Graffiti und Schmierereien versehen. Darunter finden sich u.a. ein mehrere Meter großes "Nazi-Kiez" mit schwarz-weiß-roter Fahne, der Slogan "NS jetzt!" sowie "Hooligans Lokomotive". Die Bandbreite wird durch das Logo der "Identitären Bewegung" und den Slogan "Reconquista" erweitert. Seit einiger Zeit gibt es eine "NS-Jugendgruppe" in Taucha, die auch schon am Rande eines Fußballspiels des Roten Stern Leipzig provozierte. Ob diese auch hinter den Schmierereien steckt, ist unklar.

Zur historischen Bedeutung der Fabrik führt die Gedenkstätte für Zwangsarbeit folgendes aus: "Die Mitteldeutsche Motorenwerke GmbH (MMW) wurde 1935 als Tochtergesellschaft der Auto-Union AG Chemnitz gegründet. Die Fabrikanlagen befanden sich zwischen Leipzig-Portitz und Taucha in einem Waldgebiet. Der Betrieb stellte Flugzeugmotoren her und beschäftigte bis zu 4.000 ausländische zivile Zwangsarbeiter_innen, die in Taucha untergebracht waren."

Quelle: chronik.LE

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: Bad Düben (Nordsachsen)

Angriff nach Festival - Pakistaner erleidet schwere Verletzungen

Der 31-jährige Geschädigte und seine zwei Begleiter wurden beim Verlassen das Festivals auf der Burg in Bad Düben von etwa 15 Personen verfolgt. Vier bis fünf Personen aus dieser Gruppe griffen anschließend an, verletzten den 31-Jährigen schwer im Gesicht und an den Armen. Sie ließen erst ab, als weitere Bekannte des Beschuldigten hinzueilten und somit vermutlich noch schimmere Konsequenzen verhinderten. Der Geschädigte begab dich anschließend in medizinische Behandlung und meldete den Angriff der Polizei. Das LKA-Sachsen übernimmt nun in Abstimmung mit dem Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) die Ermittlungen, ein politisches Motiv werde geprüft. 

Quelle: Polizei, Presse

 

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: Oschatz (Nordsachsen)

Rassistischer Angriff 

Laut einer kleinen Anfrage der sächsischen Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz, wurde am 17. Juni eine Person aus Guinea in Oschatz geschlagen. Die Polizei wertet die Tat als "fremdenfeindlich" und ermittelt wegen Körperverletzung. 

Quelle: Kleine Anfrage 

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: Bad Düben (Nordsachsen)

Bundesweite Razzia gegen Hasspostings im Internet auch in Bad Düben

Bundesweit ging das Bundeskriminalamt gegen sogenannte Hasspostings vor und durchsuchte deshalb auch eine Wohnung im nordsächsischen Bad Düben. Dabei wurden zwei Computer und weitere Speichermedien eines 68 Jahre alten Mannes beschlagnahmt und sollen auf weitere Indizien untersucht werden. „Den Tätern wird vorgeworfen, strafbare Hasskommentare im Internet gepostet zu haben, etwa die öffentliche Aufforderung zu Straftaten, antisemitische Beschimpfungen oder fremdenfeindliche Volksverhetzungen.", so das BKA. 

Quelle: Polizei, Presse

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: Taucha (Nordsachsen)

Nationalsozialistische Fußballfans in Taucha

Bei einem Auswärtsspiel des linken Fußballvereins Roter Stern Leipzig kam es zu bewussten Provokationen und nationalsozialistischen Gesängen von etwa 20, teilweise augenscheinlich minderjährigen, Anhängern der SG Taucha 99. Diese posierten mit schwarz-weiß-roter Fahne und skandierten unter anderem "Frei, sozial, national!", einen in der Neonazi-Szene gängigen Spruch. Der nordsächsische Verein reagierte jedoch und ließ die Rechten nicht ins Stadion, auch die Polizei reagierte mit Verstärkung ihrer Kräfte auf die Lage. 

Quelle: Augenzeug_innen

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: Delitzsch (Nordsachsen)

Rassistischer Angriff auf Kinder in Delitzsch

Gegen 8 Uhr morgens wurden drei Kinder, ein Mädchen und zwei Jungen zwischen 13 und 15, von fünf älteren Jugendlichen zunächst wegen ihrer Herkunft rassistisch beleidigt und danach auch körperlich angegriffen. Die Geschädigten wurden dabei verletzt und auch ihre Kleidung wurde beschädigt. Die Kriminalpolizei in Torgau hat Ermittlungen dazu aufgenommen und sucht mit Personenbeschreibungen nach den Tätern. 

Quelle: Polizei, Presse

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: Delitzsch (Nordsachsen)

Libanese Ausgeraubt

Laut einer kleinen Anfrage der sächsischen Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz zu rechten Straftaten wurde am 03. Mai 2018 ein Libanese in Delitzsch ausgeraubt. Die Polizei wertet die Straftat als "fremdenfeindlich" und ermittelt nach §249.

Quelle: Kleine Anfrage

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: Beilrode/Zwethau (Nordsachsen)

Antisemitisches Hassposting

Laut einer kleinen Anfrage der Sächsischen Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz zu antisemitischen Straftaten, verbreitete ein bekannter Täter ein Hassposting im Internet. Es wird nun wegen Volksverhetzung gegen den Täter ermittelt. 

Quelle: Kleine Anfrage

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