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Die folgende Chronik informiert über rechtsextreme und rassistische Aktivitäten in Sachsen. Genannt werden nicht nur Übergriffe, sondern auch Propagandadelikte und Veranstaltungen wie Demonstrationen und Konzerte. Da sich Betroffene oft aus Angst vor weiteren Repressalien weder an die Polizei noch an die Beratungsstellen wenden, gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Hinzu kommen Übergriffe, von denen wir zwar Kenntnis erlangt haben, die aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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02.08.2010 |
Dresden |
Stadt Dresden |
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Erneut Messer-Stele umgeworfen Die Attacken gegen das Kunstprojekt zum Gedenken an die in Dresden ermordete Ägypterin Marwa El-Sherbini gehen weiter. Unbekannte warfen diesmal am Jorge-Gomondai-Platz den symbolischen Messerschaft aus Stein um. Das berichteten Augenzeugen der Polizei gestern Abend. Das ist bereits der fünfte Tatort. Zuvor wurden von Unbekannten bereits die Stelen auf dem Altmarkt, in der Prager Straße, am Hauptbahnhof und vor dem Rathaus umgestoßen. Die Soko Rex des sächsischen Landeskriminalamtes ermittelt inzwischen, weil ein rechtsextremer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann. Der Verein Bürger Courage ist Initiator der Kunstaktion „18 Stiche“. Insgesamt sollen 18 Messerschafte aus Beton an den Tod von Marwa El-Sherbini vor einem Jahr erinnern. Die Frau war im Landgericht mit 18 Messerstichen getötet worden. Die Aktion will auf Alltagsrassismus aufmerksam machen. (SZ) |
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SäZ |
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30.07.2010 |
Geringswalde |
Mittelsachsen |
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Jugendlicher durch Neonazis angegriffen und verletzt In der Nacht wurden ein Jugendlicher durch fünf vermummte Neonazis angegriffen und am Knie verletzt. Die Verletzungen mussten im Kankenhaus ambulant behandelt werden. |
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Kooperationspartner |
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29.07.2010 |
Freiberg |
Mittelsachsen |
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weiterer Brandanschlag auf Döner Imbiss In der vergangenen Nacht wurde erneut ein Brandsatz in einen Dönerimbiss im Zentrum der Stadt Freiberg geworfen. Dabei entstand ein solcher Sachschaden, dass das Geschäft vorläufig geschlossen bleiben muss. Des weiteren warfen Unbekannte die Scheiben eines Döner Imbisses sowie eines vietnamesischen Imbisses in unmittelbarer Nähe ein. Durch den Brandanschlag wurde dem Eigentümer seine finanzielle Grundlage genommen. Er steht vor der Frage wie er seinen Lebensunterhalt bestreiten soll, bis der Laden wieder eröffnet werden kann. Die Opferberatung hat dazu einen Spendenaufruf gestartet. |
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Betroffene |
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29.07.2010 |
Eilenburg |
Nordsachsen |
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Imbisswagen brennt aus In der Nacht zum 29.7.2010 wurde ein Imbisswagen von Gewerbetreibenden mit vietnamesischem Hintergrund angezündet. Dieser brannte völlig aus und ist derzeit unbrauchbar. Der Schaden beläuft sich auf ca. 5000 €. Der Betreiber gab an, beinah täglich rassistischen Beleidigungen ausgesetzt zu sein. Die Opferberatung hat dazu einen Spendenaufruf gestartet. |
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Kooperationspartner |
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