Die folgende Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Aktivitäten in Sachsen. Genannt werden nicht nur Übergriffe, sondern auch Propagandadelikte und Veranstaltungen wie Demonstrationen und Konzerte. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich Betroffene oft aus Angst vor weiteren Einschüchterungen weder an die Polizei noch an die Beratungsstellen wenden, gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Nicht gelistet werden Übergriffe, von denen wir zwar Kenntnis erlangt haben, die aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden.  Die Vorfälle können nach Landkreisen gefiltert betrachtet werden.

2870 Einträge in der gesamten Chronik

: Leipzig-Altwest (Stadt Leipzig)

Hakenkreuzschmierereien an Faschismus-Mahnmal

 

Unbekannte haben am Dienstag, 27. September, das Kulturdenkmal im Bielapark mit Hakenkreuze beschmiert. Nach einem Hinweis einer Mitarbeiterin des Leipziger Kulturamtes, fand die Polizei die mit brauner Kreide angemalten Zeichen am Nachmittag auf dem Denkmal. Die drei Hakenkreuze sind zwischen 15 und 30 Zentimeter groß. Die Polizei spricht von einer „unerträglichen Nachricht“ und hat ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eröffnet.

Theresa Hellwig

LVZ

Weiterlesen …

: Dresden Altstadt (Stadt Dresden)

Hitlergruß und tätliche Auseinandersetzungen bei PEGIDA

Bei der montäglichen PEGIDA-Demonstration und den Gegenprotesten kam es zu mehreren Zwischenfällen. Zum einen zeigte ein PEGIDA-Sympathisant an einer Gegenkundgebung den Hitlergruß, an einem weiteren Gegenkundgebungsort wurde ein Gegendemonstrant, der ein Transparent hielt, tätlich angegriffen. Zu einer weiteren Eskalation kam es, als die PEGIDA-Demonstration einen Blockadepunkt passierte. Während Polizeibeamte versuchten die Blockade vor weiteren Gegendemonstranten abzuschirmen, wurde ein Mann, der Videoaufnahmen machte, von mehreren Personen umstellt, angegangen und in ein Geschäft getrieben. Zeitgleich umringten die PEGIDA-Teilnehmer_innen die Blockade, beleidigten und bedrohten die Gegendemonstrant_innen und versuchten ein Transparent zu entwenden. 

Quelle: Polizei, Augenzeug_innenberichte

Weiterlesen …

: Dresden Seevorstadt (Stadt Dresden)

Hitlergruß am Hauptbahnhof

Am Sonntagnachmittag wurde die Polizei von einem Passanten auf zwei Männer am Hauptbahnhof aufmerksam gemacht. Einer der beiden zeigte offen sein tätowiertes Hakenkreuz auf dem Knie, der andere demonstrativ den Hitlergruß. Nachdem das Hakenkreuz auf dem Knie verdeckt wurde, rief einer der Männer die Worte "Heil Hitler, ihr Säcke" und versuchte noch einem der Beamten einen Kopfstoß zu geben.

Quelle: Presse

Weiterlesen …

: Leipzig (Stadt Leipzig)

Übergriff bewaffneter Hooligans verhindert

 
Die Thüringer Polizei hat am Wochenende offenbar einen Überfall von Leipziger Hooligans verhindert. Die Beamten setzten am Sonntagnachmittag in Gera eine Gruppe von zum Teil bewaffneten Anhängern von Lok Leipzig fest, die nach eigenen Angaben zum Oberliga-Spiel des Stadtrivalen Chemie Leipzig wollten. „Den Kollegen war der Pkw-Konvoi bereits an der Landesgrenze aufgefallen. In Gera wurden die Insassen dann einer Kontrolle unterzogen und es stellte sich heraus, dass es sich um etwa 40 Anhänger des 1. FC Lokomotive Leipzig handelte“, berichtete Sebastian Hecker, Sprecher der Landespolizeiinspektion Gera, am Montag gegenüber LVZ.de.

Während der Kontrolle der Fahrzeuge fanden die Beamten verschiedene Gegenstände, die unter das Waffengesetz fallen – darunter Messer, Sturmhauben, Quartzhandschuhe, Pyrotechnik und Mundschutze. Gegen zwölf der Hooligans sei eine Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz gestellt worden, zudem gaben die Beamten 19 Ordnungswidrigkeiten zu Protokoll. Die Identität von allen Lok-Fans wurde aufgenommen, die gefundenen Gegenstände sichergestellt, so der Polizeisprecher weiter.

Der vereitelte Angriff am Sonntag war nicht die erste Auseinandersetzung zwischen den verfeindeten Leipziger Fußball-Lagern. Am 10. Mai 2014 hatten beispielsweise etwa 40 bis 50 Lok-Fans eine Leipziger Straßenbahn angegriffen, in der sich zahlreiche Chemie-Fans nach den Feierlichkeiten zum 50. Meisterschaftsjubiläum ihrer BSG befanden. Drei Leutzscher Anhänger wurden damals verletzt. Im Dezember 2007 sorgte der brutale Überfall von 40 bis 50 Vermummten auf eine Chemie-Weihnachtsfeier in der Sachsenstube sogar bundesweit für Schlagzeilen. Im August 2015 wurden derweil Lok-Ultras auch bei einem Kreisklasse-Spiel von Vermummten angegriffen, die angeblich grün-weiße Fanutensilien bei sich führten.

 

LVZ

Weiterlesen …

: Sonnenberg (Stadt Chemnitz)

Rechtsextreme Schmiereien

Auf dem Chemnitzer Sonnenberg wurden in der Nacht zum Samstag zahlreiche Graffiti mit neonazistischem Inhalt gesprüht. Betroffen waren u.a. ein Parteibüro der Linken und eine katholische Jugendbildungseinrichtung.

Freie Presse

Weiterlesen …