Chemnitz

Einschüchterungsversuch gegen "Freie Presse“-Reporter bei NSU-Prozess

Am Ende des NSU-Prozesstages am 05.03.15 kam es zu einem Einschüchterungsversuch gegen einen "Freie Presse“-Reporter. Ein Mann, der dem Anschein nach als Gast des Zeugen Hendrik L. zum Prozess gekommen und durch einen Ring mit Emblem der "Schwarzen Sonne" aufgefallen war, richtete sich mit einer Drohung an den Reporter, der durch den Zeugen zuvor kritisiert wurde. Er raunte dem Reporter dessen angeblich herausgefundene Privatadresse zu, versehen mit der Bemerkung: "Alles klar?“ Im Wortlaut selbst lag zwar keine Drohung, doch verstanden alle Journalist_innen auf den umliegenden Sitzen den Sinngehalt der Bemerkung: Pass auf, wir wissen, wo du wohnst! Justizwachleute stoppten den Mann am Ausgang und nahmen seine Personalien auf. Die Polizei kündigte an, den Staatsschutz einzuschalten.

Freie Presse 06.03.15

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