Die folgende Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Aktivitäten in Sachsen. Genannt werden nicht nur Übergriffe, sondern auch Propagandadelikte und Veranstaltungen wie Demonstrationen und Konzerte. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich Betroffene oft aus Angst vor weiteren Einschüchterungen weder an die Polizei noch an die Beratungsstellen wenden, gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Nicht gelistet werden Übergriffe, von denen wir zwar Kenntnis erlangt haben, die aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden.  Die Vorfälle können nach Landkreisen gefiltert betrachtet werden.

3539 Einträge in der gesamten Chronik

: Leipzig-Zentrum (Stadt Leipzig)

Syrer im Hauptbahnhof bedroht und angegriffen

Ein 40-jähriger alkoholisierter Mann zeigte zunächst den Hitlergruß in Richtung zweier Syrer (15 und 20), bedrohte diese anschließend und schlug einen der beiden ins Gesicht. Anschließend trat er gegen die Hand des einen Geschädigten, um ihn davon abzuhalten die Polizei zu rufen. Im weiteren Verlauf des Angriffs zog er auch noch ein Cuttermesser, bedrohte die beiden damit, verletzte sie aber nicht weiter. Beamte der Bundespolizei konnten den Täter festsetzen, der Staatsschutz übernimmt die weiteren Ermittlungen. 

Quelle: Polizei, Presse

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: Grimma (LK Leipzig)

Rechte Schmierereien in Grimma

Laut Polizei wurde die örtliche Grundschule mit dem Zahlencode "88" (steht für "Heil Hitler") und "Dynamo" (kurz für den Fußballverein Dynamo Dresden) beschmiert. In unmittelbarer Nähe wurde auch ein Hakenkreuz und der Schriftzug "No Muslim" angebracht. Alles soll bald wieder entfernt werden. 

Quelle: Polizei

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: Dresden Striesen (Stadt Dresden)

Hakenkreuze geschmiert

Im Verlauf des dritten Juliwochenendes besprühten Unbekannte eine Litfaßsäule auf der Bergmannstraße sowie die Fahrbahn der Heidenauer Straße mit jeweils einem Hakenkreuz.

Quelle: Polizei 

 

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: Taucha (Nordsachsen)

In Taucha ist die Außenmauer der ehemaligen Mitteldeutschen Motorenwerke mit diversen rechten und neonazistischen Graffiti und Schmierereien versehen. Darunter finden sich u.a. ein mehrere Meter großes "Nazi-Kiez" mit schwarz-weiß-roter Fahne, der Slogan "NS jetzt!" sowie "Hooligans Lokomotive". Die Bandbreite wird durch das Logo der "Identitären Bewegung" und den Slogan "Reconquista" erweitert. Seit einiger Zeit gibt es eine "NS-Jugendgruppe" in Taucha, die auch schon am Rande eines Fußballspiels des Roten Stern Leipzig provozierte. Ob diese auch hinter den Schmierereien steckt, ist unklar.

Zur historischen Bedeutung der Fabrik führt die Gedenkstätte für Zwangsarbeit folgendes aus: "Die Mitteldeutsche Motorenwerke GmbH (MMW) wurde 1935 als Tochtergesellschaft der Auto-Union AG Chemnitz gegründet. Die Fabrikanlagen befanden sich zwischen Leipzig-Portitz und Taucha in einem Waldgebiet. Der Betrieb stellte Flugzeugmotoren her und beschäftigte bis zu 4.000 ausländische zivile Zwangsarbeiter_innen, die in Taucha untergebracht waren."

Quelle: chronik.LE

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: Leipzig - Reudnitz (Stadt Leipzig)

Rassistische Beleidigungen und Sachbeschädigung

Gegen 17.30 Uhr schmiss ein Mann (etwa Mitte 30, etwa 1,85m groß, sportliche Statur, Glatze) auf der Riebeckstraße zwei Tische des Bistro de Libanon um, einer ging dabei kaputt. Als er von einer Passantin deswegen zur Rede gestellt wurde, antwortete er mit "Halt die Fresse, du scheiß Zecke!" und drohte ihr Gewalt an. Außerdem redete er davon, dass "die Kanaken zurückgehen sollen wo sie hergekommen sind." Es wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung und Beleidigung erstattet. 

Quelle: Augenzeug_innen

 

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