Die folgende Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Aktivitäten in Sachsen. Genannt werden nicht nur Übergriffe, sondern auch Propagandadelikte und Veranstaltungen wie Demonstrationen und Konzerte. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich Betroffene oft aus Angst vor weiteren Einschüchterungen weder an die Polizei noch an die Beratungsstellen wenden, gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Nicht gelistet werden Übergriffe, von denen wir zwar Kenntnis erlangt haben, die aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden.  Die Vorfälle können nach Landkreisen gefiltert betrachtet werden.

3200 Einträge in der gesamten Chronik

: Bad Lausick (LK Leipzig)

Nazi-Symbole auf Parkplatz gesprüht

Unbekannte besprühen auf den Boden eines Parkplatz in Bad Lausick ein Hakenkreuz, zweil mal den Schriftzug "ACAB" und "Sieg Heil".Die Polizei ermittel wegen Sachbeschädigung.

Quelle: Pressemitteilung der Polizei

 

 

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: Dresden Seevorstadt (Stadt Dresden)

Angriff auf No-PEGIDA-Aktivistin

Ein 19-jähriger Anhänger von PEGIDA attackierte während der Demonstration des Vereins durch die Prager Straße eine 19-jährige Gegendemonstrantin. Nachdem er zunächst an ihrem Plakat zehrte, versuchte er außerdem die Frau zu schlagen. Die Polizei nahm die Personalien des Täters auf und leitete ein Verfahren gegen ihn ein.

Quelle: Polizei, Presse

 

 

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: Eilenburg (Nordsachsen)

Hakenkreuz und Antisemitische Graffitis an Hauswänden

In Eilenburg wird die Hauseingangstür eines Mehrfamilienhauses mit einem Hakenkreuz sowie einem zwei ineinander stehenden Dreiecken (ähnlich Davidstern) mit einem mittig eingefassten „J“ beschmiert. Zudem werden auf die Giebel- sowie die Rückwand des Hauses zwei unvollendete Hakenkreuze mit roter Farbe angebracht. An ein weiteres Mehrfamilienhauses in der selben Straße werden ebenfalls zwei ineinanderstehende Dreiecke mit einem mittig eingefassten „J“ gesprüht. Die Höhe des Sachschadens wurde mit etwa 1.000 Euro angegeben.

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: Torgau (Nordsachsen)

Wahlkampf Veranstaltung von Angela Merkel gestört

Bei einer Wahlkampfveranstaltung der CDU, bei der auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der amtierende sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich anwesend waren, kam es zu mehreren Störaktionen. Aus der Rechten Szene hatte das Spektrum aufrechter Demokraten e.V. und THÜGIDA - Wir lieben Sachsen e.V. bereits im Vorfeld über Soziale Medien zu einem Protest gegen den Auftritt der Bundeskanzlerin aufgerufen. Insgesamt folgten dem Aufruf knapp 100 Personen. Die Rede von Angela Merkel wurde immer wieder von Zwischenrufen ("Volksverräter") und Pfiffen gestört. Im Nachgang der Veranstaltung wurden CDU-Anhänger bei Verlassen des Platzes ausgepfiffen und angepöbelt.

Quelle: LVZ, Pressemitteilung der Polizei

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: Wurzen (LK Leipzig)

Angriffe bei Antifa-Demo

Bei einer Antifaschistischen Demonstration in Wurzen kam es zu Störaktionen und Übergriffen von rund 100 Neonazis.
Bereits am Samstagmorgen wurde von einer Eisenbahnbrücke eine Strohpuppe mit der Aufschrift "AFA/FCK" und einem durchgestrichenen Antifa-Symbol gehangen. Während der Demonstration versuchten Neonazis immer wieder an die Demonstranten heranzukommen. Aus der Gruppe der Neonazis wurden Hitler- und Kühnengrüße gezeigt. Trotz eines massiven Polizeiaufgebotes, mehrere Wasserwerfer und der sächsischen SEK-Einheit, konnte eine Bedrohung durch die Neonazis nicht verhindert werden. Ein SEK-Beamter war zu dem mit einem Aufnehmer, der einen von "Odins Raben" zeigt, vor Ort. Dieses Symbol der nordischen Mythologie wird auch immer wieder in der Rechten Szene verwendet. 

Zusätzlich berichten unterschiedliche Journalist_innen auf Twitter, dass Sie teilweise massiv von Neonazis bedrängt wurden, unter anderem wurde ein Fotojournalist nach einer Rangelei mit einem Tritt auf den Oberschenkel angegangen. Im Nachgang der Demonstration kam es zu insgesamt vier strafrechtlichen Ermittlungen u.a. wegen gefährliche Körperverletzung und dem Verwenden von verfassungsfeindlichen Symbolen. Auch gegen den SEK-Beamten laufen interne Ermittlungen.

Quelle: Pressemitteilung Polizei, Augenzeug_innen, LVZ

 

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